Erinnerungen schmecken

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Manchmal braucht es nur ein einziges Wort und man kann ganz genau schmecken, riechen und sogar fühlen, was dieses Wort vor vielen Jahren für eine Bedeutung hatte.

Am Mittwoch hatte ich meinen ersten Arbeitstag nach fast 2,5 Monaten Urlaub und meine Kolleginnen erzählten mir, wie toll die Himbeeren im Laden zur Zeit schmecken.

Gleich war ich acht oder neun Jahre alt und streifte durch den Wald auf der Suche nach den süßen Früchten. Oder ich sah mich im Sonntagskleid zwischen den Büschen mit meinen Cousinen und Cousins naschen. Was haben die geschmeckt! Natürlich wurde auch etwas mit nach Hause gebracht – gesammelt im Rock meines hübschen neuen Kleids…

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Eine andere Art Himbeeren oder Brombeeren zu sammeln ist, sie auf einem stabilen Halm aufzureihen und dann mitten auf der Wiese, mit dem Blick in den Himmel, eine nach der anderen mit den Lippen abzuziehen. Aaah, das war schön! Was ich allerdings am aller besten mochte war, wenn wir Beeren gesammelt hatten und Mama sie uns ganz grob mit einer Gabel in einem Glas oder Becher zerkleinerte, mit Milch aufgoß und wir unser Sommergetränk draußen auf der Terasse trinken durften!

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An dieses Getränk dachte ich dann den Rest des Tages, bis ich endlich in den Laden ging um mich mit Himbeeren und Heidelbeeren einzudecken. :)

Beerenmilch:

  • Eine Hand voll Beeren (saisonal)
  • Ein Glas Reismilch
  • optional mit etwas Honig gesüßt, oder mit Zimt und Muskatnuß verfeinert

Beeren putzen und waschen, in dem Glas nur grob mit einer Gabel zerdrücken. Bei Bedarf nun mit Honig süßen und mit einer Milch deiner Wahl aufgießen und Gewürze nach Geschmack zugeben. Gut umrühren und kalt genießen.

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Jetzt wird sich der ein oder andere sicher denken, dass ich da doch einfach einen Smoothie draus hätte machen können, oder? Ich bin kein großer Smoothie Fan. Und zwar aus folgenden Gründen:

Wenn ihr ein Glas Smoothie machen wollt, wieviel Stücke Obst packt ihr dann in eure Küchenmaschine? Genau, da kommen so einige Himbeeren rein, mit einer Hand voll ist es da nicht getan.

Und genau das ist mein Problem. Wenn man die ganze Frucht isst, macht sie einen satt und man braucht erst einmal nichts weiter. Der Körper hat die Möglichkeit Enzyme einzuschalten und Nährstoffe aus der Frucht zu lösen um sie im Körper einzusetzen.

Kommt allerdings ein ganzer Obstkorb in Form eines Smoothies herangepurzelt, ist das nicht nur ein absoluter Fruchtzuckerüberfluss und hat die selben Folgen, wie gewöhnlicher Haushaltszucker. Sondern es führt außerdem dazu, dass all die wertvollen Nährstoffe gar nicht richtig verarbeitet werden können, sondern im Trubel der Überfüllung verloren gehen.

Der Gedanke ist super, denn mit einem einzigen Smoothie hätte man auf diesem Weg theoretisch den Tagesbedarf in ganz vielen Sparten gedeckt und seinem Körper etwas Gutes getan.

Viel hilft nicht immer viel. Lasst uns unser Obst kauen, schmecken, riechen, genießen. Dabei trainieren wir nicht nur die Muskulatur, sondern reinigen mit den meisten Obstsorten auch unsere Zähne und wissen ganz genau, dass all das Wertvolle auch da ankommt, wo man es haben möchte: in unseren Zellen!

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Was ist eure Kindheitserinnerung, die ihr mit allen Sinnen erlebt? Ein Lieblingsgericht, ein Ausflug oder Fest?

Gruß

 

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