Almond butter

Jeder, der von einer westlichen Standarternährung auf eine andere Ernährungsform umstellt, sucht ganz schnell nach Möglichkeiten alte Gewohnheiten in Form von Nahrungsmitteln, zu ersetzten.

Wir versuchen so wenig wie möglich an tierischen Produkten zu verarbeiten. Das einzige, das mit gutem Gewissen in unserem Kühlschrank landet, sind die Eier, die wir von einer Bekannten kaufen. Deren Hühner leben in einem kleinen Hühnerparadies, haben Freiheit, gutes Futter und damit unterstützen wir eine ganz tolle Art Tiere zu halten.

Allerdings ist unser Herz ganz schwer geworden, als wir uns von unserer Butter getrennt haben. Wie ich euch HIER schon erzählt habe, ist Butter ein wirklich positiver Fettlieferant und kann bedenkenlos verwendet werden. Doch ist uns der Preis, den die Tiere für unsere Butter zahlen müssen, einfach zu hoch. Wir haben für eine Weile auf einem Milchhof gelebt und erlebt, welche Qualen die Tiere haben, damit wir unsere Milchprodukte bekommen.

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Lange Rede, kurzer Sinn: wir brauchten eine Butteralternative. Jeder, der sich an Erdnussbutter gewöhnt hat (schließlich ist die in Deutschland ja  nicht so üblich), kennt eine der üblichsten Nussbuttervarianten schon und weiß, wie köstlich die ist. Noch viel besser gefällt uns allerdings die Mandelbutter.

Wir haben hier eine Marke, die auf ihre Zuckerfreiheit und Natürlichkeit pocht, auch sehr lecker ist – aber so teuer! Deshalb habe ich mich ein wenig informiert und herausgefunden, dass man die ganz schnell selbst herstellen kann. Man braucht nur Mandeln, eine Küchenmaschine und viel Geduld. Ein anderer Vorteil am Selbstmachen ist einfach, dass ich ganz genau weiß, was ich da esse. Die Firmen können mir sooft sie wollen erzählen, dass alles toll ist, was in die Nahrungsmittel kommt. Trotzdem ist es klar, dass jedes Unternehmen Kosten sparen möchte und deshalb schleicht sich ganz schnell das ein oder andere Mittelchen in unser Essen, dass man nicht gerne drin sieht.

Also: lieber selber machen. ;)

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Mandelbutter:

  1. Mandeln (in meinem Fall waren es 700g, doch macht die Menge keinen Unterschied, da dies die einzige Zutat ist.)
  • Für ca. 1 großes Glas voll Mandelbutter
  • Zubereitungszeit: 20-30 min.

Heizt den Backofen auf 200°C vor und verteilt die Mandeln auf ein Backblech. Im vorgeheizten Ofen. Ca 10 min. rösten damit sich die Öle der Nüsse lösen. Ihr könnt diesen Schritt auch überspringen, allerdings werden die Nüsse in der Küchenmaschine später ohnehin ziemlich warm und damit spart ihr einfach Mixzeit.

Falls ihr gerne eine crunchige Mandelbutter möchtet, könnt ihr als erstes eine Hand voll Mandeln grob zerkleinern und die zur Seite stellen, die braucht ihr später. Mögt ihr sie lieber cremig, gebt ihr gleich alle Nüsse in eure Küchenmaschine. Wenn diese nicht hitzebeständig ist, solltet ihr die Nüsse aber erst etwas abkühlen lassen. Sie sollten aber noch gut warm sein, damit sich die Öle besser lösen.

Auf höchster Stufe ca. 3 min. zerkleinern und dann die Ränder abschaben, damit die Nüsse gleichmäßig zerkleinert werden.

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Wundert euch nicht, es dauert eine ganze Weile, bis aus der mehligen Masse langsam das Öl herausgearbeitet ist und sie cremiger wird. Kurz nachdem man aufgeben möchte weil es einem einfach zu lange dauert, stellt sich die Veränderung langsam ein, keine Sorge.

Wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, kann nun die Butter umgefüllt werden.  Sieht die Masse aus wie auf dem Bild unten, müsstet ihr es eigentlich geschafft haben. Wenn ihr die crunchige Butter möchtet, könnt ihr nun die grob zerkleinerten Nüsse zugeben und auf schwacher Stufe unterrühren.

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Mir schmeckt sie am Besten pur auf dem Brot oder Cracker. Doch kann man die Mandelbutter auch super zum Backen nehmen oder Nachtisch damit zubereiten.

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