Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

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Egal was man ändert, oder ganz frisch startet, man braucht Mut und Willenskraft am Anfang. So ist es auch, wenn man seine Zuckersucht bekämpfen möchte. HIER habe ich euch ein paar Gründe aufgeschrieben, was Zucker in Körper so anstellt und warum es sich lohnt den Zucker loszuwerden. Doch wie fängt man das am Besten an?

Dabei gibt es einen ganz großen Feind: die Gewohnheit.

Zwischendurch mal etwas naschen, zum Kaffee einen Keks knabbern, den Smoothie am Morgen, den Nachmittagstee mit dem Teilchen. Weiße Brötchen oder Croissants am Samstag- oder Sonntagmorgen, die Reiscracker für zwischendurch… Die Liste könnte man unglaublich lange fortsetzten. Aber ihr wisst, worauf ich hinaus will, oder?

Wenn ihr diesen Post lest, und euch für meine Blog interessiert, habt ihr einen der wichtigsten Prozesse schon gestartet: ihr denkt darüber nach etwas zu ändern und stopft nicht gleichgültig Zeug in euch hinein.

Ich halte das für einen der wichtigsten Schritte. Wenn man gleichgültig ist und nicht nachdenken möchte, braucht man sich gar nicht zu wundern, wenn große Umstellungen nicht funktionieren. Vielleicht hat es sich ganz toll angehört, dass irgendjemand mal die Ernährung umgestellt hat. Oder man ist halt sehr modebewußt und möchte auch diesem Trend folgen. Doch was hat das mit dir persönlich zu tun? Wenn du einfach mit dem Strom schwimmst und gar nicht weißt, was eine Umstellung für dich bedeutet oder welche Vorteile du daraus ziehst, ist die Motivation schnell weg und zurück bleibt nur, was auch vorher am stärksten war: Gleichgültigkeit.

Deshalb: ganz großes Lob! Super, dass du dich schlau machst und dein Leben verantwortungsbewußt anpackst!

Im Folgenden erzähle ich euch mal, wie es bei mir gewesen ist, als ich meine Ernährung von Zuckerreich auf Zuckerfrei umgestellt habe.

1.Mein eigenes Essverhalten analysieren:

  • Was esse ich? Ich habe mir eine Liste gemacht, auf der ich einen ganz normalen Tag beschrieben habe. Was esse ich wann und warum. z.B. zum Frühstück eine große Schüssel Haferflocken mit Joghurt, Trocken- und Frischobst. Mittags eine Portion Reis mit Thaisauce (meist sehr süß). Abends frischer Salat (Honig im Dressing), evtl. mit Beilage und zum Nachtisch Zartbitterschokolade. – das war ein ganz normaler Arbeitstag. Ist es Wochenende und ich langweile mich oder lese, oder sehe fern, wird zwischendurch genascht, z.B. mit weißen Reiscrackern, Chips, Obst, Schokolade, Kuchen oder Keksen.
  • Warum esse ich? Bin ich tatsächlich hungrig? Meistens war ich tatsächlich hungrig, weil ich einfach kein Sättigungsgefühl hatte durch all den Zucker, der meinen Insulinspiegel in die Höhe getrieben hat. Allerdings war es auch sehr häufig eine zusätzliche Beschäftigung, oder eben eine Gewohnheit. War ich im Stress, habe ich meist mehr gegessen. Auch bin ich ein Gessellschaftsesser. War ich in einer Runde, musste ich unbedingt essen und konnte niemals nein sagen. Und das hatte gar nichts mit Höflichkeit zutun!
  • Welche zuckerfeien Nahrungs- bzw. Lebensmittel kenne ich schon und welche mag ich? Kann ich sie in meinem normalen Alltag gebrauchen? Für mich war dazu die Antwort: Nüsse! Ich habe Tonnen an gerösteten Erdnüssen, Mandeln, Cashews, Haselnüssen usw. gegessen. Ganz schöne Kalorienbomben, kann ich euch sagen! Aber ich habe mir damals gedacht, dass es nicht schlimmer sein kann als die ganzen süßen Sachen, die ich vorher so gefuttert habe. Man nimmt auf diesem Wege sicher nicht ab, macht sich die Umstellung aber um einiges leichter. Auf lange Sicht gesehen führt das dann doch zur Gewichtsabnahme. Immer, wenn ich Schmacht hatte und unbedingt naschen wollte, holte ich meine Nüsse raus, die immer griffbereit waren(Was die Nüsse angeht, würde ich jetzt aber eher zu eingeweichten, oder gekeimten Nüssen raten als die geröstete Variante zu wählen. Die machen auch viel schneller satt)
  • Wie kann ich mich ablenken? Wenn man nascht, weil man einfach nichts besseres zutun hat, sollte man sich vielleicht etwas suchen, das man tun kann. Spazieren gehen, Sport machen, jemanden anrufen, etwas auf Vorrat kochen oder backen (Zuckerfrei!), musizieren, stricken oder häkeln (lernen). Wenn man die Hände oder auch den ganzen Körper beschäftigt, ist die Schmacht plötzlich weg und man wundert sich, warum man sich überhaupt gequält hat.

2. Inspiration und Motivation suchen

  • Es gibt mittlerweile immer mehr Informationen zu gesundem Lebensstil und viele Laien machen sich schlau und holen sich Spezialisten ins Boot.
  • Unzählige Blogs und Bücher sind verfügbar. Ich habe euch hier ein paar herausgesucht: Garaniert gesundheitsgefährdend, That sugar film, Zucker – der heimliche Killer, Goodbye Zucker, …. man braucht eigentlich nur „Zucker“ als Suchbegriff einzugeben und schon hat man einen ganzen Haufen Vorschläge zur Hand. Ich habe all die Deutschsprachigen Bücher nicht gelesen, weiß aber von Sarah Wilson, die Goodby Zucker geschrieben hat, dass sie sehr fundierte Informationen hat und viele mit ihrem 8-Wochen-Programm gut zurechtkommen.
  • Die Bücher, die ich zu dem Thema unter anderem gelesen habe sind sweet poison und sweet poison quit plan. Mir persönlich haben die besser gefallen als die Bücher von Sarah Wilson, aber das ist auch viel von persönlichen Vorlieben abhängig.  David Gillespie ist halt viel fachlicher und schaut viel in die medizinischen und statistischen Nachweise. Sarah lässt sich besser in einen vollen Tag integrieren und hat viele Bilder und Rezepte.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich wirklich verstehen muss, welche Wirkung etwas in meinem Körper hat, damit bereit bin etwas grundsätzliches zu ändern. Dann hat es nämlich einen Sinn und für den lohnt es sich zu arbeiten und Opfer zu bringen.

Nimm dir die Zeit über dich und deine Essgewohnheiten nachzudenken. Dein Körper leistet jeden Tag so viel und verdient es gut versorgt und gepflegt zu werden. DU bist es wert, dass du dich um dich bemühst!

Wenn du, so wie ich, jeden Tag mit PCO kämpfst, dann bereite dich darauf vor, dass dein Leben sich um 180° ändern wird – und zwar zum positiven! Stell dir mal vor:

  • keine Stimmungsschwankungen mehr
  • klare Haut
  • (mehr oder weniger) regelmäßige Periode
  • keine Heißhungerattacken
  • Gewichtsreduktion (wenn auch langsam)
  • Energie
  • Konzentration
  • Motivation, Antrieb
  • keine, oder nur sehr scchwach ausgeprägte Entzündunge
  • kaum mehr Pilzerkrankungen (besonders im Genitalbereich)
  • selten Blasenentzündung
  • Sättigung, kaum noch Heißhungerattacken
  • Verminderung oder Rückgang von chronischen Schmerzen
  • Verminderung von Krebsgefahr (Krebszellen werden von Zucker genährt)

Und das Beste ist: du bist die-, derjenige, der entscheidet, wann es losgeht! Viel Spaß und Erfolg!

Gruß

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Ein Kommentar zu „Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

  1. Du sprichst mit dem Post aus der Seele! Er ist super geschrieben :) Alles was du geschrieben hast, stimmt einfach :) Er ist wirklich gut geschrieben und passt einfach super zu meiner Situation. Ich liebe solche Post zu lesen, das gibt mir mehr Kraft und ich weiß, ich mache das Richtige :)

    Liebe Grüße,
    Olga

    Gefällt 1 Person

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