Auf die gute Stimme des Vaters hören

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Fast jeden Tag treibt mich Lilly, unser Wolfshund-, Bulldoggenmix, raus in die schwüle Morgen-, oder Abendluft Kununurras. Wir sind mit einem Nationalpark direkt hinter unserem Haus gesegnet. Das heißt für mich, dass es gar kein Drama ist, wenn ich die Leine mal vergesse, denn es ist weit und breit sowieso niemand zu sehen. Die Erde ist knallorange und die Büsche noch saftig grün. Da die Regenzeit noch nicht beendet ist, wird der Boden noch immer mit Wasser versorgt. Wobei diese Regenzeit eine sehr schlechte und recht trockene gewesen ist. Die Wasserfälle sind meist trocken und auch die Wasserlöcher sind längst nicht so voll wie sonst um diese Zeit.

Trotzdem haben wir Hoffnung, dass es genug Regen für eine gute neue Saeson ist, denn während ich diesen Artikel schreibe, wütet draußen ein Sturm und der Regen prasselt gegen das Dach.

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Das heißt, morgen wird ein richtig angenehmer Jog mit Lilly! Woohoo! :)

Während dem joggen oder spazieren gehen nutze ich die Zeit gerne um auf meinen Vater im Himmel zu hören und zu beten. Die Atmosphäre ist so friedlich und ich fühle mich einfach so geborgen und angekommen, dass ich (meist) eine tiefe und wohltuende Dankbarkeit spüre. Ich liebe dieses Land, ich liebe diese Wege und ich liebe die schwüle Luft, die im Laufe des Morgens immer wärmer wird.

Am Montag in dem Frauenbibelkreis, den ich besuche, haben wir wieder viele verschiedene Themen durchgekaut. Mitunter haben wir den Vers aus Galater 5,22 angesehen:

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Darauf haben wir uns für die kommende Woche vorgenommen die ersten sieben positiven Eigenschaften ganz bewußt in unseren Alltag einzubauen.

Ich bin ganz ehrlich zu euch. Bis heute Morgen lief es nicht besonders gut. Am ersten Tag war Liebe dran. Alles lief auch gut und ich bemühte mich sehr nicht nur liebevoll zu handeln, sondern auch mit Liebe über andere zu denken. Dann bin ich nach der Arbeit zur Post gefahren und habe versehentlich jemandem die Vorfahrt genommen, weil ich einfach jemand anderem aus dem Weg fahren wollte. Es stellte sich raus, dass dieser Jemand der Opi ist, dem ich öfters begegne, wenn ich mit Lilly spazieren gehe. Er war ganz schön wütend, ich habe dann erst von meinem Mißgeschick erfahren und habe auf dem Heimweg statt Liebe, Schuldgefühle gespührt. :(

Der zweite Tag sollte Freude bringen. Wie gewohnt bin ich mit Lilly raus und wollte eine Runde um das Gebiet joggen in dem wir wohnen. Danach wollte ich in den Park, damit Lilly da ohne Leine laufen kann, und mich einfach  entspannen. Dieser Plan wurde mir allerdings durchkreuzt, als unser Nachbarshund beschloß, uns einfach mal zu begleiten. Ich habe mit allen Mitteln versucht ihn abzuschütteln, nach Hause zu schicken – halt endlich los zu werden. Nix da, der lief schön neben uns her. Machte Lilly verrückt, lief mitten auf die Straße, so dass Autos komplett anhalten mussten damit er nicht überfahren wurde! Was war ich sauer! Ich war so, so bös! Selbst im Park lief er mir die ganze Zeit vor die Füße und statt der Freude enpfand ich nur noch Wut.

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Der dritte Tag (also heute) sollte Frieden dran kommen. Dadurch, dass die letzten zwei Tage eher unglücklich verlaufen sind, fühlte ich nicht besonders viel davon – vom Frieden. Dann habe ich heute während meinem Lauf nachgedacht (na endlich!). In den letzten Tagen habe ich mich so darauf verlassen, dass es gar kein Problem für mich sein sollte diese guten Eigenschaften zu haben. Dabei habe ich aber den, der mich mit diesen guten Eigenschaften ausrüstet und dafür sorgt, dass ich selbst an einem ganz normal stressigen/chaotischen Tag seinen Segen weitergebe, gar nicht (ehrlich) um Hilfe gebeten! Ich habe es schon gebetet, aber tief in meinem Herzen habe ich mir gedacht, dass ich das auch locker so schaffen kann, ohne ihn halt.

Als ich zu Hause angekommen bin, habe ich meine Bibel aufgeschlagen und folgenden Psalm gelesen:

Wohl dem, dessen Übertretungen vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet, und in dessen Geist keine Falschheit ist! Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, so dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird.

Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; Ich sprach: „Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen!“ Da vergabst du mir meine Sündenschuld.

Darum soll jeder Getreue dich bitten zu der Zeit, da du zu finden bist; wenn dann große Wasser einherfluten, werden sie ihn gewiß nicht erreichen.

Du bist mein Schutz, du behütest mich vor Bedrängnis, du umgibst mich mit Rettungsjubel!

„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst; ich will dir raten, mein Aug auf dich richten. Seid nicht wie das Roß und das Maultier, die keinen Verstand haben; mit Zaum und Gebiß, ihrem Geschirr muss man sie bändigen, weil sie sonst nicht zu dir nahen!“

Der Gottlose hat viele Plagen; wer aber dem Herrn vertraut, den wird er mit Gnade umgeben.

Freut euch an dem Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jubelt alle, die ihr aufrichtigen Herzens seid!

Psalm 32

Heute habe ich Frieden gespürt. Den ganzen Tag über hat mich Gottes Frieden umgeben und ich habe mich einfach so getragen gefühlt. Denn all diese Eigenschaften sind seine Eigenschaften. Er weiß ganz genau, wie er sie in meinem Leben einbauen und nutzen kann. Er hat sich mir heute ganz klar gezeigt durch sein Wort, die Bibel. Er will mich tragen, wenn ich ihn nur lasse und darum bitte.

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Mal schauen, wie morgen aussehen wird. Denn morgen ist Langmut, also Geduld, dran. Da bin ich nicht besonders gut drin, aber gut, dass ich es einfach an meinen Gott abgeben kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren Tag!

Gruß

 

 

 

 

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3 Kommentare zu „Auf die gute Stimme des Vaters hören

  1. Oh nein! Aber so Tage gibt es einfach. Es kann passieren, aber solange wir nicht vergessen, dass wir nicht alleine sind, finden wir sehr schnell den richtigen Weg. Ich weiß nicht wie ich es schreiben soll, denn ich weiß nicht ob ich an Gott glaube. Aber ich weiß, dass ich daran glaube, dass es was Mächtiges über uns gibt. Aber einen Namen möchte ich nicht dafür geben. Ich glaube auch daran, dass so wie wir den Menschen entgegenkommen, so werden auch andere uns entgegenkommen. Ich glaube auch daran, dass alles nicht ohne Grund passieren! Und solange wir glauben, werden wir immer wieder auf den richtigen Weg zurückfinden.

    Du hast wirklich sehr viel Glück an so einem schönen Ort zu leben :) Die Bilder sind einfach toll :) Ich freue mich so sehr für dich :)

    Liebe Grüße,
    Olga

    Gefällt 1 Person

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