Prison Tree – wie gefangen bist du?

Nun habe ich schon dreimal versucht diese Bilder in andere Posts mit einzubauen, doch haben die irgendwie gar nicht reinpassen wollen. Ganz offensichtlich möchte der Prison Tree eine ganz eigene Seite bekommen. ;)

Über Ostern hatten wir ,und auch unsere Freunde Peter und Christine, frei. Deshalb musste natürlich unbedingt etwas mit dem langen Wochenende angefangen werden! Ich wollte ganz dringend campen, doch wurde ich überstimmt und es wurde nur ein Tagestrip draus, der aber ganz wundervoll war!

Wir sind morgens los um unser Glück beim Angeln zu versuchen. Christine hatte sich zum Krokodilwächter ernannt und hielt Ausschau damit unsere Angler sicher blieben. ;) Wir machten so ziemlich jeden vorbeischwimmenden Ast zum Krokodil und haben am Ende nur noch darüber gelacht, wenn mal wieder etwas verdächtig ausschaute. :)

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An diesem Tag schauten wir uns auch den Prison Tree in der Nähe von Wyndham an. Von dem heißt es, dass Einheimische Gefangene darin festgehalten wurden. Es heißt sogar, dass einmal bis zu 30 Gefangene darin gehalten wurden – was allerdings nicht bestätigt und recht fragwürdig ist. Ich fand den Baum faszinierend! So alt, so knorrig und wunderschön. Ich liebe die Boab Bäume hier ja alle, aber es war schon was besonderes einen auch mal von innen zu sehen!

Als ich mich dann später über den Baum informierte, dachte ich, dass dies ein ganz schön hartes Gefängnis sein musste: eng, stickig, rau und der einzige Weg raus kann problemlos bewacht werden – kein Entrinnen!

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So ist es manchmal auch mit Gefühlen, die ich habe. Ich schließe mich ein in Trauer, oder Selbstmitleid, in Ängste oder Wut. Es scheint keinen Ausweg zu geben und die Luft wird dünn.

Letztens haben wir in unserer Bible study das Thema Genügsamkeit gehabt – also quasi Zufriedenheit. Wir haben uns dieses Thema natürlich von Gesichtspunkten her angeschaut, die man erwartet: mit dem zufrieden sein, was man hat und kein Geld/Zeit für unnötige Anschaffungen verschwenden. Zufrieden sein mit dem, was Gott uns an Geld und Möglichkeiten schenkt und das Beste daraus machen.

Dann kam aber ein Punkt, der mich packte: sei zufrieden mit der Situation, in die Gott dich gestellt hat.

Zufrieden sein damit, dass ich niemals wissen werde, wie es sich anfühlt ein Kind in mir wachsen zu haben? Zufrieden, dass ich mir immer anhören muss wenn meine Freunde sich über ihr Kinderglück bei mir beschweren und ich mir das doch so sehr wünsche? Zufrieden, dass mein Herzenswunsch nicht erfüllt wird?

Ja, genau! Sei zufrieden mit deiner Situation! Gott sagt in der Bibel:

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und Hoffnung zu geben. Jeremia 29,11

Wenn er nur Gedanken des Friedens und der Hoffnung für mich hat, warum muss ich dann unzufrieden und hoffnungslos sein? Wenn ich unzufrieden mit meiner Situation bin, sage ich dann nicht zu Gott: „Du hast keine Ahnung, wie du deinen Job machen musst! Ich weiß viel besser als du, was ich brauche!“

Er will mir Zukunft geben – die Zukunft, die ich brauche!

Bei uns zum Beispiel würden Kinder eine ganz große, entscheidende Rolle spielen, was die Gemeindeaufgaben angeht, die wir übernommen haben. Wir sind ungebunden und können uns eher in die Lage der Jugendlichen versetzen mit denen wir arbeiten, als mit unseren Freunden, die mit schlaflosen Nächten und Kinderkrankheiten kämpfen. Vielleicht werden wir doch irgendwann Eltern, aber im Moment werden wir für andere Aufgaben gebraucht! Der Herr versorgt uns und wir können uns auf seine Führung verlassen – schließlich macht er das nicht zum ersten Mal. ;)

Breche ich aus meinem persönlichen Prison Tree aus und lasse Unzufriedenheit nicht zu, oder bin ich gemeinsam mit all meinen negativen Gefühlen auf kleinen Raum eingesperrt? Ungleich der Geschichte mit den 30 Gefangenen, ist es bei mir gar kein Problem schnell mal unzählige negative Gedanken und Gefühle auf engstem Raum zu beherrbergen!

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Was macht deine Situation besonders spannend, segensreich und einzigartig? Du bist von dem Vater im Himmel geliebt und deshalb möchte er dich NIEMALS grundlos durch eine schwierige Zeit gehen lassen! Du kommst stärker und glücklicher heraus als du dir vorstellen kannst! Vertraue einfach (ja, ja, ich weiß, von wegen einfach…) auf seine Führung! Wenn es auch manchmal unüberwindbar und sinnlos scheint, kannst du trotzdem „Danke“ sagen für alles, das dir gut tut und das dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und jedesmal, wenn du Danke sagst(auch wenn du dich nicht fühlst, als könntest du danken und zufrieden sein), passiert etwas wunderbares in deinem Leben und in deinem Herzen.

Übrigens haben wir gar nix gefangen – außer einen Sonnenbrand ;).

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Dies sind Steinmalereien, die wir ganz in der Nähe vom Prison Tree besichtigt haben. Ein Besuch bei uns lohnt sich! :)
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