Interview mit Franziska Ferber von Kindersehnsucht und giveaway!

Wenn man online nach Websites sucht, die sich mit dem Thema Kinderlosigkeit beschäftigen, findet man wahnsinnig viele Blogs die sich mit dem Weg zum Kind befassen. Das heißt, Paare, die mitten im Kinderwunsch stecken, Behandlungen machen, erfolgreich sind – oder eben leider nicht.

Wenige beschäftigen sich allerdings mit dem Abschied vom Wunsch (der nochmal eine ganz eigene Reise darstellt). Niemand will aufgeben – und genauso fühlt es sich anfangs an, als würde man aufgeben.
Allerdings ist gerade der Abschied vom Kinderwunsch häufig ein längst überfälliger Schritt in ein Leben das Glück findet – auch ohne Kind.

Eine dieser wertvollen websites, die ich unbeschreiblich hilfreich finde, ist Franziska Ferbers Seite Kindersehnsucht.
Hier erzählen Paare ihre Geschichten, finden Heilung und Hilfe bei ihrem steinigen Weg in ein glückliches Leben ohne das lang ersehnte Kind.

Franziska bietet außerdem Coaching an für jeden, der sie braucht ein Stück dieses Weges mit ihnen zu gehen. Ich finde das so wichtig! Man holt sich Experten für jede denkbare Situation. Sie ist der Experte, der dir hilft das Licht am Ende des Tunnels und die Blumen am Wegesrand zu finden!

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Credits to Lisa-Marie Schmidt

Ich bin so dankbar, dass ich Franziska ein wenig näher kennenlernen durfte, denn sie hat sich bereit erkärt ein wenig von sich selbst und ihrer Kinderwunschreise zu erzählen.
Sie hat in ihrem Interview ein paar Erste-Hilfe-Maßnahmen erklärt, von ihrem neuen Buch erzählt und uns einen kleinen Einblick in ihr (riesig großes) Herz gegeben. Ich fühle mich sehr geehrt euch dieses Interview zu zeigen:

Was empfindest du als besonders gut an deiner Kinderlosigkeit? Hast du eine Geschichte dazu wie dir das bewußt geworden ist?

Nun, mein Mann und ich haben jahrelang alles dafür getan, was wir verantworten konnten, um endlich unser Wunschkind zu bekommen. Wir haben u.a. 3 ICSIs mit niederschmetternden Ergebnissen vornehmen lassen – und hatten am Ende keine einzige Schwangerschaft. Es hat lange gedauert, bis ich überhaupt sehen konnte, dass die Kinderlosigkeit auch etwas Gutes haben kann. Heute sehe ich das so. Heute habe ich mir nach langen Jahren des Leides und des Schmerzes ein Leben so „zusammengebaut“, wie ich es mir gewünscht habe – nur eben ohne Kind. Ich habe mich selbstständig gemacht als Kinderwunsch Coach und helfe Betroffenen in meinem Büro in München aber auch via Telefon, Skype und E-Mail, leichter mit ihrem Kinderwunsch umzugehen. Mir ist es wichtig, dass es andere Menschen leichter haben als ich damals – und dazu habe ich eine lange Ausbildung gemacht und viele Tipps und Tricks und Impulse entwickelt, die den Umgang mit dem Kinderwunsch wirklich erleichtern. Wenn ich sehe, dass bei meinen Kundinnen sich wirklich etwas zum Besseren wendet oder sogar eine Schwangerschaft entsteht, dann macht mich das glücklich. Und das ist das schöne an meiner Kinderlosigkeit – mein Leid hat zu etwas Gutem, Sinnhaften geführt. Dafür bin ich wirklich dankbar!

Wie gehst du damit um, wenn sich die freudigen Schwangerschaftsmeldungen häufen?

Früher brach für mich immer eine Welt zusammen – nicht, weil ich es anderen nicht gegönnt hätte, das sie schwanger geworden sind; ganz im Gegenteil: Ich litt und weinte, weil es mir den Spiegel vorhielt – die anderen bekamen das, was ich mir so sehnlich wünschte.
Heute ist das ganz anders. Ich habe meinen Kinderwunsch gut verarbeitet und losgelassen. Und das Ergebnis: Ich freue mich riesig über jede Schwangerschafts- oder Geburtsnachricht. Da merke ich, wie ich strahle und mich mitfreue. Aber die Voraussetzung dafür ist, gut seelisch aufgestellt zu sein und sein eigenes Erleben – gerne auch mit Unterstützung von außen – gut verarbeitet zu haben.

Heute rufe ich innerlich oft laut „Willkommen, kleines Kindchen“, wenn ich von Schwangerschaften erfahre. Ich bin da gnädig geworden – mit den anderen und mir selbst.

Welchen erste Hilfe Plan kannst du meinen Leser/innen empfehlen?

Nun, ein solcher Tipp ist schwer für mich, weil die Menschen, die ungewollt kinderlos sind, sowieso schon zu oft gut gemeinte aber oft schlecht gemachte Ratschläge hören müssen. Und ich glaube, das Erleben des unerfüllten Kinderwunsches ist sehr individuell – so individuell wie die Person, die ihn erlebt. Was ich aber als wirklich hilfreich wahrnehme, ist, dass sich die Betroffenen einen Schutzraum aufbauen (bspw. bei einigen wenigen, ausgewählten Freunden oder auch mit einem Coach), in dem sie die Dinge beim Namen nennen können. Ich denke es ist wichtig, auch mal alles aussprechen zu können, was einem zu schaffen macht und die ganzen Emotionen nicht alleine schultern zu müssen. Der Partner ist ja selbst ein Betroffener; wünscht sich selbst ein Kind. Das kann zur Belastung der Partnerschaft werden, wenn sich die ganzen Gespräche als Paar nur noch um den Kinderwunsch drehen. Schafft Euch einen Raum, wo ihr offen und ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer Rücksicht nehmen zu müssen, offen sprechen könnt, über das, was Ihr aushalten müsst. Das ist, glaube ich, sehr hilfreich und entlastend.

Du bist Kinderwunsch Coach und bietest psycho-soziale Hilfe an, besonders im Fall der ungewollten Kinderlosigkeit. Wann sollte man sich Hilfe holen, gibt es Warnhinweise auf die man bei sich selbst achten sollte?

Auch hier kann ich keine pauschale Aussage treffen. Die Kinderwunschärzte, mit denen ich spreche, und ich sind uns jedoch einig, dass man am besten von Anfang an psychische Unterstützung hat, damit sich die Emotionen – gerade, wenn das Wunschkind länger auf sich warten lässt – gar nicht erst allzu tief in er eigenen Seele festsetzen.
Leider machen das die Wenigsten – auch, weil die Hoffnung so groß ist, dass es im nächsten Zyklus ganz bestimmt klappen wird. Und dann wird die Hoffnung enttäuscht – die Trauer setzt ein… man fühlt sich einsam und leidet. Und genau ein Zeichen, ab wann Unterstützung wirklich angeraten ist: Wenn die Trauer über das „Nicht-Ereignis Schwangerschaft“ nicht mehr nur Kummer sondern ins Leiden und tiefen Schmerz übergeht; wenn man sich zurückzieht, nicht mehr auf Parties geht weil man (fast schon eine Art) Angst vor seinen eigenen Freunden bekommt… spätestens, allerspätestens dann, ist dringend Hilfe und Unterstützung angeraten.
Und ich sage es deutlich: Schon mit wenigen Stunden Coaching wird es in der Regel viel leichter, mit dem Erleben der ungewollten Kinderlosigkeit umzugehen. Ich habe so viele – ganz leicht umsetzbare – Tipps und Tricks an der Hand, dass ich es oft schaffe, den größten Druck in relativ kurzer Zeit zu lindern.

Du hast ganz aktuell dein erstes Buch veröffentlicht. Was hat dich dazu inspiriert und was willst du uns damit sagen?

Ich selbst habe über lange Jahre gemeinsam mit meinem Mann sehr gelitten, weil unser Wunsch nach einem Kind so groß war und sich partout nicht erfüllen wollte. Und ich habe gemerkt, dass wir in unserer Gesellschaft so gut wie nicht über dieses Thema – das immerhin in Deutschland ca. 6 Millionen Menschen beziehungsweise jedes 7. Paar betrifft – spricht. Es ist ein Tabuthema. Und was passiert? Wir haben unfassbar viele Menschen, die über Jahre hinweg eine existentielle, tiefe Lebenskrise haben – über die niemand spricht. Das will ich nicht länger hinnehmen und erzähle meine persönliche Geschichte – um das Bewusstsein für die ungewollte Kinderlosigkeit zu erhöhen, Menschen dafür zu sensibilisieren (und davon abzuhalten, indiskrete, verletzende Nachfragen zu stellen) und die Betroffenen wissen zu lassen, das sie mit ihrem Leid nicht alleine sind.

Dafür habe ich meinen Mut zusammen genommen und das Buch „UNSERE GLÜCKSZAHL IST DIE ZWEI“ geschrieben.

Hast du ein Lebensmotto und wenn ja, wie lautet es?

Irgendwo las’ ich mal den folgenden Satz: „Erfolg bedeutet, dass man das bekommt, was man will. Glück bedeutet das zu schätzen, was man hat“. …und glücklich zu sein, wollen wir doch eigentlich alle, oder?!

Also… mein Motto ist: Mach’ Dir bewusst, was Du hast – genieße das, was gut ist in Deinem Leben! Versuche, Dir davon mehr ins Leben zu holen und konzentriere Dich darauf. Ich glaube, das macht glücklich und zufrieden.

Vielen Dank, dass ich erzählen durfte! Alles Gute!

Vielen Dank liebe Franziska! Ich finde dieses Interview sehr ermutigend und positiv und hoffe, es hat auch euch gefallen!

Übrigens bietet Franziska auch einen tollen online Kinderwunsch Coaching Kurs an. Das gibt jedem die Chance mit ihr in Verbindung zu treten und sich Hilfe zum besseren Umgang mit der eigenen Kinderlosigkeit bei ihr zu holen- selbst wenn man am anderen Ende der Welt wohnt! HIER geht’s zum Kurs!

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Seine eigene Geschichte zu teilen und vor allen Dingen in ein Buch zu packen, finde ich sehr mutig. Damit das Thema Kinderlosigkeit kein Tabuthema bleibt, möchte ich gerne
3 von Franziskas Büchern verschenken. Jeder kann mitmachen – mit oder ohne Blog, mit oder ohne Kind. Mit Sicherheit habt ihr jemanden in eurem Leben, der eine Ermutigung wie diese gebrauchen kann, wenn es nicht für euch selbst ist!

Hier sind die Teilnahmebedingungen:

  • Hinterlasst mir bitte am Ende dieses Posts ein Kommentar. Emails zählen nicht, nur die Namen in Kommentaren werden am Gewinnspiel teilnehmen.
  • Wenn ihr Projekt sorglos bei facebook zusätzlich liked, kommt euer Name ein weiteres Mal in den Topf und die Gewinnchancen erhöhen sich
  • Jeder, der außerdem diesen Artikel teilt, hat ein drittes Kärtchen mit seinem Namen in meinem Lostopf
  • Das Gewinnspiel endet am 30.09.2016

Wichtig: Die Gewinner werden nach dem 30.09.16 auf diesem Blog bekannt gegeben, der Rechtsweg ist ausgeschloßen, die Gewinne werden nicht ausgezahlt.
Gewinner, die sich innerhalb von zwei Wochen nicht gemeldet haben, sind raus und ich ziehe erneut.

Viel Glück und vielen Dank für euren Besuch, ich freue mich immer riesig Zeit mit euch verbringen zu können (auch wenn mir dafür in den letzten Monaten leider die Zeit fehlte).

Gruß

 

 

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9 Kommentare zu „Interview mit Franziska Ferber von Kindersehnsucht und giveaway!

  1. Hallo Fanziska ,
    Ein tolles Gewinnspiel 😊, ich würde sehr gerbenden Buch gewinnen . Wir sind jetzt 6 Jahren am Kiwu am basteln , am 12.09.2016 haben wir unser negativ von der 3 icsi bekommen . Ich fühle mich so leer und bin so traurig . Vielleicht kann dein Buch mir was helfen 😊 . Glg Sabrina

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  2. Das Thema ist für mich seit einigen Jahren aktuell geworden, als immer mehr Freundinnen ungewollt kinderlos blieben , während ich problemlos schwanger wurde. Der Umgang miteinander war darum nicht immer leicht und ich konnte den Schmerz meiner Freundinnen in allen Facetten miterleben und fühlte auch ihre Ohnmacht. Mir wurde bewusst, dass mehr Menschen davon betroffen sind, als wir meinen und ich bin sehr froh, dass es nun dieses Buch gibt! Hoffentlich erreicht es viele und hilft.

    Gefällt 1 Person

  3. Ich bin Franziska Ferber dankbar, dass sie dieses Buch geschrieben hat. Es sind viel zu viele Frauen, die in der Stille leiden und gar nicht wissen, wo sie neben der medizinischen Unterstützung noch echte Hilfe bekommen können. Das darf sich endlich ändern. Dieses Buch landet hoffentlich noch auf der Spiegel Bestsellerliste.

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