Was Geld kostet, ist was wert! Oder?

Letztens habe ich mit meiner Schwester geskypt.
Wir haben uns unter anderem darüber unterhalten, was der erst Schritt zu einer gesünderen Ernährung ist.
Eine Dame im Wartezimmer hat ihr nämlich empfohlen als Erstes eine Getreidemühle zu kaufen. Dann, ganz plötzlich hat Skype beschlossen, dass wir uns lang genug unterhalten haben und hat sich abgemeldet…

Naja, so ist das halt wenn man einmal um die halbe Welt zieht
und alles verkompliziert. ;)
Was mich aber nicht so recht losgelassen hat, war die Empfehlung der Frau.

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Ist das wirklich die wichtigste Veränderung am Anfang?
Die meisten Leute, die ich kenne (und auch ich viel zu oft), kaufen sich ein Buch, oder ein Gerät, buchen Kurse oder zahlen in irgendeiner anderen Form Geld für Veränderungen (die ganz offensichtlich ja notwendig sind, sonst würde man ja nicht darüber nachdenken, oder?). Also scheint es ganz logisch zu sein, dass man für eine vollwertige, gesunde und nährstoffreiche Ernährung eine teure Mühle, oder den langersehnten Thermomix braucht. Man zahlt schließlich was und dann wird man es auch zum Guten nutzen – so hofft man zumindest.

Ehrlich gesagt bin ich da ganz anderer Meinung.
Wir haben selbst eine Getreidemühle, die wir extra aus Deutschland haben schicken lassen. Wir haben auch einen Thermomix und lauter anderes Spielzeug für die Küche. Aber das hat unsere Ernährung nicht gesund gemacht!
Wir haben uns das angeschafft, weil es einfach der nächste Schritt war um mehr Nährstoffe in unseren Alltag zu integrieren – nachdem grundsätzliche Veränderungen schon geschehen sind.

Also, habe ich einen besseren Tipp als die arme Unbekannte, die es doch wirklich nur gut meinte? – Ich glaube schon:

  • Iss mehr frisches, ungekochtes Gemüse und Obst!
    • Bereite eine Gemüseplatte fürs Frühstück und für Zwischenmahlzeiten zu. Wenn man Gemüsestifte griffbereit hat, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass man sich überwindet und diese statt einer ungesunden Alternative isst. Schmachtest du nach etwas Süßem? Dann halte dir eine Obstplatte mit reichlich eingeweichten Nüssen bereit! Das Fett aus den Nüssen ist so gut und wichtig für die Gesundheit deiner Nervenzellen und sorgt dafür, dass Heißhungerattacken sich schnell verflüchtigen.
  • Bereite einen großen Salat für den Tag zu.
    • Weiter unten habe ich euch eins unserer Lieblingsrezepte aufgeschrieben. Dieses machen wir nie mit Salatdressing an, weil das Gemüse dann viel schneller altert. So reicht mir der Salat für das Mittagessen und auch zum Abendbrot. Natürlich gehen wichtige Nährstoffe über den Tag verloren, aber ich denke es ist besser eine Veränderung gut, nicht perfekt zu machen, anstatt gar keine Veränderung zu haben.
  • Sorge dafür, dass du immer reichlich mit Obst und Gemüse eingedeckt bist
    • Wenn du genügend Zutaten hast um einen Salat, eine Obstplatte, oder Gemüsesticks zuzubereiten, wird es Teil deiner Routine und fühlt sich nicht wie Extra-arbeit an, sondern einfach wie ein Teil der ganz normalen Essenszubereitung
  • Sei kreativ!
    • Wenn dein Salat jeden einzelnen Tag aus Eisbergsalat, Fleischtomaten, Gurken und evtl. Zwiebeln besteht, wird es schnell langweilig!
      Probier neue Sachen aus! Rohe Rote Beete schmeckt wunderbar und enthält all die unglaublichen Schätze an Nährstoffen, Erbsen aus dem Tiefkühlfach machen gar keine Arbeit und sind ruck zuck aufgetaut. Bei uns kommt manchmal Obst mit in den Salat oder auch Samen und Nüsse – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
  • Erst das Beste, dann das Gute
    • Hau dir den Magen erst mit deinem köstlichen Salat voll, bevor du zum Rest der Mahlzeit übergehst. Das hat einen sehr gesunden Grund: der Großteil deiner Nahrung ist sehr nährstoffreich und deshalb solltest du davon soviel wie möglich haben.
      Der zweite Grund ist eher praktisch: Gemüse wird sehr viel schneller verdaut als Sättigungsbeilagen (wir Reis, Kartoffeln, usw.) , Fleisch und Milchprodukte. Das ist der Grund, weshalb man nach manchen Essen Blähungen hat! Das Gemüse ist schon fertig in die nächste Etage zu versinken, kann aber nicht, weil der Rest noch nicht soweit ist. Deshalb bilden sich Gase und man bekommt Sodbrennen, Bauchschmerzen und Unwohlsein und eben – Blähungen.

Du wirst schnell feststellen, dass sich deine Geschmacksknospen daran gewöhnen weniger Gewürze und Zusatzstoffe zu schmecken. Nach einer Weile entscheidest du dich sogar unbewußt für eine Möhre statt einem süßen Joghurt oder überwürzten Chips.

Meine Empfehlung ist, dass man so viel Salat isst, das man eigentlich schon fast satt ist. Dann kann etwas anderes kommen. Nach und nach werden die Zutaten immer frischer und nährstoffreicher und dann ist es wahrscheinlich an der Zeit sein Brot selbst zu backen und damit auch das eigene Mehl zu mahlen.

Um den Start etwas einfacher zu machen, hier einer unserer Lieblingssalate:

Bunte Vitaminbombe

ca. 4 Portionen

Zutaten:

  1. 2 handvoll frischer Spinat oder auch gerne Eisbergsalat, Chinakohl, Rucola, oder einfach alles gemischt
  2. 1 Möhre (in feine Stifte geraspelt)
  3. 1 Knolle Rote Beete, roh (auch in Stifte gereaspelt)
  4. Eine (oder zwei) handvoll gefrorene, oder frische Erbsen
  5. eine Schale Cherrytomaten
  6. 1/2 Avocado (gewürfelt)
  7. 1/2 Gurke

Alle Zutaten klein schneiden und in einer großen Schüssel anrichten.

Dressing:

  1. 50ml natives Olivenöl
  2. 50ml Weiß- oder Rotweinessig
  3. 20ml Pflanzenmilch (Mandelmilch, Kokosnussmilch…)
  4. 1/2 TL Salz, Prise Pfeffer
  5. Kräutermischung deiner Wahl (wir mögen italienisch, gefroren oder getrocknet)

Tipp: Mische das Dressing erst in deinem Teller mit dem Salat. Dann hält der Salat sich länger und kann bei der nächsten Mahlzeit aufgebraucht oder auch aufgefüllt werden!

Was war euer erster Schritt zur gesünderen Ernährung? Habt ihr Erfahrungen gemacht?

Gruß

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3 Kommentare zu „Was Geld kostet, ist was wert! Oder?

  1. Das klingt lecker 😋 wir haben dieses Jahr viel Gemüse selbst angebaut… da mochte mein Mann sogar Paprika und ich Aubergine. Und weil man sich die ganze Mühe gemacht hat, ist man ja auch viel motivierter es zu kosten 😀 und vor allem nicht schlecht werden zu lassen. Wir hatten verschiedene Tomaten, Paprika, Aubergine, Artischocke, Salat, Kohlrabi, Kürbis und Zucchini… macht alles wenig Arbeit und ist schön nach und nach reif. Und unseren Apfelmus haben wir auch selbst gemacht, somit ist auch nicht soviel Zucker drin. 😉

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    1. Super, sehr vorbildlich! Aber es schmeckt auch ganz anders, oder? Ich habe leider einen rabenschwarzen Daumen, dafür kann der Andy aber was im Garten und ist fleißig am anbauen. Im Moment teilen unsere Freunde glücklicherweise noch ihr Obst und Gemüse mit uns. ;)
      xx

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