Einsam, und doch nicht allein

Mein Entschluß war, dass dieser Blog etwas Positives und Ermutigendes sein sollte, etwas, das vor allem Kinderlosen, hilft.
Aber wisst ihr was? Heute kommt ein Post, der ungeschminkt ist und jemanden vielleicht runterzieht. Das ist mir aber heute egal. Heute ist einer meiner dunklen Tage. Einer, den ich normalerweise gut verstecke und mit niemandem teile. „Einsam, und doch nicht allein“ weiterlesen

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Interview mit Franziska Ferber von Kindersehnsucht und giveaway!

Wenn man online nach Websites sucht, die sich mit dem Thema Kinderlosigkeit beschäftigen, findet man wahnsinnig viele Blogs die sich mit dem Weg zum Kind befassen. Das heißt, Paare, die mitten im Kinderwunsch stecken, Behandlungen machen, erfolgreich sind – oder eben leider nicht.

Wenige beschäftigen sich allerdings mit dem Abschied vom Wunsch (der nochmal eine ganz eigene Reise darstellt). Niemand will aufgeben – und genauso fühlt es sich anfangs an, als würde man aufgeben.
Allerdings ist gerade der Abschied vom Kinderwunsch häufig ein längst überfälliger Schritt in ein Leben das Glück findet – auch ohne Kind.

Eine dieser wertvollen websites, die ich unbeschreiblich hilfreich finde, ist Franziska Ferbers Seite Kindersehnsucht.
Hier erzählen Paare ihre Geschichten, finden Heilung und Hilfe bei ihrem steinigen Weg in ein glückliches Leben ohne das lang ersehnte Kind.

Franziska bietet außerdem Coaching an für jeden, der sie braucht ein Stück dieses Weges mit ihnen zu gehen. Ich finde das so wichtig! Man holt sich Experten für jede denkbare Situation. Sie ist der Experte, der dir hilft das Licht am Ende des Tunnels und die Blumen am Wegesrand zu finden!

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Credits to Lisa-Marie Schmidt

Ich bin so dankbar, dass ich Franziska ein wenig näher kennenlernen durfte, denn sie hat sich bereit erkärt ein wenig von sich selbst und ihrer Kinderwunschreise zu erzählen.
Sie hat in ihrem Interview ein paar Erste-Hilfe-Maßnahmen erklärt, von ihrem neuen Buch erzählt und uns einen kleinen Einblick in ihr (riesig großes) Herz gegeben. Ich fühle mich sehr geehrt euch dieses Interview zu zeigen: „Interview mit Franziska Ferber von Kindersehnsucht und giveaway!“ weiterlesen

Hausführung und wie man gegen Riesen kämpft

Bevor die Hausführung los geht, lasst uns doch mal über Riesen reden. Nicht die lieben Riesen, die uns auf die Schulter setzen um uns die Schönheit aus schwindelerregender Höhe zu zeigen, nein, Riesen, die uns mit lautem Gebrüll und schwingenden Schwerten bedrohen. Riesen, die uns Nachts wach liegen lassen und uns das Fürchten und Verzagen lehren. „Hausführung und wie man gegen Riesen kämpft“ weiterlesen

Maca

Es gibt Aufzeichnungen, dass spanische Eroberer die Schafhirten der Inka samt ihren Hirten in die Berge verbannten und die armen Tiere nach diesem Schreck negative Auswirkungen ihrer Fruchtbarkeit erlebten.

Darauf rieten die Bergindianer den verzweifelten Hirten den Tieren doch Mace zu geben. Und schon gab es Nachwuchs in den Herden.Schön, wenn es immer so einfach ginge, gel? Doch ist Maca tatsächlich ein kleines Wundermittel, das auch noch vollkommen natürlich ist, keine Nebenwirkungen hat und schon seit Jahrtausenden in Südamerika eingesetzt wird.

Die Knolle wird in Peru als Gemüse gegessen, gekocht, oder geröstet, danach getrocknet und zermahlen wie Mehl benutzt und bis zu dreimal täglich verspeist.

Seit einigen Monaten mischen auch wir immer wieder Maca in unser Müsli,  in Smoothies oder in den Obstsalat, gewöhnen uns langsam an den etwas fremdartigen Geschmack und haben unseren Vorrat an Maca mittlerweile recht häufig aufgestockt. :)

Vorteile der Macaknolle:

  • Leistungssteigerung
  • Muskelaufbau und Fettverbrennung werden auf natürlichem Weg angeregt
  • geistige Leistung wird verbessert
  • Steigerung der Libido (Lustfördernd)
  • Hilfe bei Potenzproblemen –  Spermienqualität wird verbessert
  • Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch – Eiqualität wird verbessert
  • gleicht den Hormonhaushalt aus
  • Hilfe bei Beschwerden in den Wechseljahren (Depressionen und Angstzustände nehmen ab)
  • Die Stressresistenz wird erhöht
  • Cholesterinspiegel und Verdauung werden positiv beeinflusst
  • es ist vollgepackt mit Nährstoffen: Eisen, Jod, Schwefel, Mangan, Phosphor, Zink, Calcium

Das sind doch extrem viele Gründe warum dieses Superfood bei euch Einzug halten sollte, oder? :)

Es wird empfohlen 3 g Maca am Tag zu sich zu nehmen, das entspricht 1 gehäuften Teelöffel. Allerdings kann man die Menge auch verdoppeln, wenn man bessere, bzw. schnellere Ergebnisse sehen will.

Studien und Untersuchunge, die sich mit dem Erfolg von Maca beschäftigeten, haben ergeben, dass Erfolge meist erst nach einer Einnahme von 4 Monaten zu verzeichnen waren. Geduld ist gefragt. :)

Ein paar Beispiele, wie Maca eingenommen werden kann:

  • ins Müsli mischen
  • in Smoothies
  • in heißen Getränken (Caro, Chai, ungesüßtem Naturkakao…)
  • in Saucen (funktioniert wunderbar als Saucenbinder)
  • in Gebäck
  • im Obstsalat
  • im Dressing für frischen Rohkostsalat
  • in Stampfkartoffeln
  • …..

Wie ihr seht, könnt ihr Maca so ziemlich überall mit untermischen und es heiß, oder kalt verspeisen. Gewiss findet ihr euren Weg.

Wir nehmen es mittlerweile seit ca. fünf Monaten und haben einige Veränderungen festgestellt. So haben wir definitiv die lustfördernde Wirkung gespürt. ;) Aber auch die Leistungssteigerung können wir bestätigen, sowie die verbesserte Stressverträglichkeit. Ich stresse mich recht schnell und habe in den letzten Wochen öfter bemerkt, dass ich einfach entspannter mit Situationen umgehen konnte. Ich habe es außerdem als sehr positiv empfunden, dass meine Periodo wesentlich regelmäßiger und nicht mehr so schmerzhaft kommt. Eine Tatsache, die besonders PCOS Betroffene interessieren könnte…

IMG_0139Schwanger bin ich (noch) nicht, doch halte ich es auf jeden Fall für sinnvoll Maca zu nehmen, auch wenn sich in dieser Hinsicht nie etwas verändern wird. Nachgewiesen ist allerdings, dass es bei unerfülltem Kinderwunsch schon so manchem Paar geholfen hat – und das ohne all die negativen Nebenwirkungen, die ich, bestimmt auch viele von euch, von den Hormontherapien kennen.

Habt ihr schon mal Erfahrungen mit Maca gemacht? Wie hat es euch geholfen? Erzählt mir davon! :)

Milch

Ich kann mir die Reaktion auf den Post über Zucker genau vorstellen. Sicherlich wurde meine Meinung dazu nicht gerade freudestrahlend begrüßt. Soja ist da schon ein ganz anderes Thema. Das betrifft uns Deutsche nicht häufig. Es ist kein elementares Lebensmittel, deshalb ist es kein großes Opfer Soja aus dem Speiseplan zu streichen – außer man ist natürlich Vegetarier, Veganer oder liebt die asiatische Küche. Das heutige Thema ist wieder etwas schwerer zu verdauen.

Milch ist nicht mehr das, was sie mal war, das ist unumstritten. Doch sollte man deshalb gar keine Milch und Milchprodukte mehr zu sich nehmen?

Grundsätzlich halte ich ja nicht viel von Milch – hauptsächlich, weil ich es falsch finde Tiere nur wegen unser Unersättlichkeit so arg zu quälen. Wir haben während unserer Zeit in Sydney für einige Wochen auf einer Milchfarm gelebt und hautnah miterlebt was es für die Tiere heißt diese riesigen Mengen an Milch zu produzieren.

Abgesehen davon merke ich aber, dass mein Körper ohne Milch so viel besser zu funktionieren scheint. Grundsätzlich gehen die Meinungen aber weit auseinander was Milch und Fruchtbarkeit, bzw. PCOS angeht. Hier ein paar Fakten, die jeder wissen sollte, egal ob eine Schwangerschaft gewünscht ist oder nicht.

Milchproduktion

Statt 8 Liter Milch, gibt eine Kuhmilch heutzutage durchschnittlich 20 Liter. Statt ein Jahr, trinkt ein frisch geborenes Kälbchen nur etwa zwei Tage lang die Milch seiner Mutter und bekommt danach verdünnte Milch, oder einen Milchbrei. Das Kalb wird so schnell wie möglich von seiner Mutter getrennt. Die Kuh wird zweimal täglich über 10 Monate gemolken, erst kurz bevor sie ein weiteres Kälbchen bekommt, hat sie zwei Monate Pause. Sobald das Kalb auf der Welt ist, geht das ganze Spiel wieder von vorne los.

Meine Mama hat mir mal gesagt, dass es nicht gut ist, wenn man sich zu wenig Zeit zwischen Schwangerschaften lässt, weil man damit verhindert, dass der Körper sich erholt und genügend Nährstoffe für das bereits vorhandene, sowie das sich entwickelnde Kind bereitstellt. Daran musste ich häufig denken, als wir auf der Milchfarm lebten. Denn diese Weisheit ist sicher auch auf Tiere anzuwenden.

Den Kühen wird keine Zeit gelassen Nährstoffe aufzunehmen, die ihren eigenen Körper stärken und sich zu erholen. Auch aus dem Futtermittel können sie nicht wirklich gute Nährstoffe bekommen. Es ist kein Kunststück sich auszurechnen, wieviel Nährstoffe für uns Menschen übrig bleiben. Für den Genuss unserer Milch wird ein hoher Preis gezahlt, sowohl von den Tieren, als auch von uns Menschen.

Nichts desto trotz ist Milch ein Wunder Gottes. Vielleicht enthält sie nicht mehr so viele gute Fette, Vitamine und Nährstoffe wie vor hundert Jahren, doch ist sie in ihrer natürlichen Form ein Lebensmittel, das Menschen schon von jeher genossen, geschätz und profitiert haben.

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Fettreduzierte Milch

Fettreduzierte Milchprodukte durchlaufen einen komplizierten und aufwändigen Prozess, der nicht nur die Fettpartikel verkleinert sondern auch wertvolle Vitamine, Fette und gesundes Cholesterol in der Milch zerstört. Ungesättigte Fettsäuren sind zu vermeiden, doch helfen die ungesättigte Fettsäuren in Vollfettmilch dem Hormonhaushalt die Balance zu halten. Fette sind wichtig für Hormone und wenn man nicht auf Milch verzichten möchte, sollte man die beste Milch wählen, mit Fetten und Vitaminen, die den Körper stärkt und gut tun.

Entgegen der Werbung machen fettreduzierte Milchprodukte auch nicht dünn, sondern schleusen nur giftige Stoffe, die durch den Prozess der Fettreduktion entstehen, in den Körper. Dazu werden meist Zucker und Milchpulver zugegeben, denn irgendwo muss schließlich der Geschmack herkommen. Werden Vollfettprodukte gegessen, ist man schneller satt und bleibt länger satt. Anders bei fettreduzierten Speisen, die stillen den Hunger meist nur kurzfristig und das Verlangen nach mehr ist schnell wieder da.

Auch können die kümmerlichen Reste der Vitamine, die in der Milch übrig bleiben, schlecht bis gar nicht vom Körper aufgenommen werden – schlicht weil sie das Fett dazu brauchen.

Dazu ist die Milch das einzige Lebensmittel mit einem exakt auf den Menschen zugeschnittenen Fettcocktail, der gut verdaut werden kann und Stoffwechselfunktionen unterstützt. Es ist nicht verwunderlich, dass in der Bibel Milch häufig eine Rolle spielt. Doch ist Milch in der Bibel weder Fettreduziert, noch in übergroßen Mengen vorhanden. Es wird als Genußmittel verstanden. Und das sollte es auch bleiben – Genußmittel kommen nicht ständig auf den Tisch und Milch sollte in ihrer natürlichen Form, also Vollfett genossen werden. (Quelle)

Wie beeinflusst Milch Fruchtbarkeit? Erhitzte Milch

Ein anderes Problem ist, dass erhitzte Milch Fruchtbarkeit im Allgemeinen stark einschränkt. Es scheint, dass der Erhitzungsprozess viele wichtige und entscheidende Nährstoffe der Milch zerstört, die ausschlaggebend für einen gut funktionierenden Hormonhaushalt sind.

Es wurden Studien mit Ratten durchgeführt, die über Monate mit pasteurisierter, oder unbehandelter Milch gefüttert wurden. Obwohl die weiblichen Ratten der Gruppe mit erhitzter Milch während der Testphase 15 mal mit männlichen Ratten zusammengetan wurden, ist keine der mit pasteurisierten Milch gefütterten Ratten schwanger geworden. Erst als die pasteurisierte Milch gegen unbehandelte Milch getauscht wurde, konnten die weiblichen Ratten nach weiteren 11 Wochen schwanger werden als sie mit Männchen zusammengelegt wurden, die ebenfalls ausschließlich unbehandelte Milch erhieilten. (Quelle)

Wenn man also so gar nicht auf Milch verzichten mag, sollte die Wahl immer auf die unbehandelte, gekühlte Milch frisch vom Bauern, fallen. Hier kann man sich selbst ein Bild davon machen, wie die Tiere gehalten werden und was sie fressen. Glücklicherweise gestattet das deutsche Gesetz den Kauf von frischer Milch beim Bauern aufgrund des Gewohnheitsrechts. Grundsätzlich ist es allerdings verboten für andere als private Zwecke unerhitzte Milch zu verwenden.

Milch und PCOS

Wie schon vorher erwähnt, ist Fett ein ausschlaggebender Faktor im Hormonhaushalt. Ich habe verschiedene Meinungen zum Thema Milch und PCOS gelesen, doch eine Tatsache stimmte in allen Artikeln immer überein: je mehr an der Milch herumgetrickst wurde, desto schlechtere Reaktionen zeigte der menschliche Körper.

Also ist es ein Lebensmittel mit dem wir, die ohnehin Probleme damit haben, dass unser Körper verrückt spielt, besonders vorsichtig umgehen müssen. Trinken wir fettreduzierte oder erhitzte Milch, oder essen fettreduzierte, bzw. erhitzte Milchprodukte, nehmen wir uns die Möglichkeit (die zugegeben oft recht klein ist) schwanger zu werden. Denn unser Körper hat die Zusatzbelastung Giftstoffe abzubauen, während die Fette zu mehr Hormonstörungen führen und noch nicht einmal die Vorteile der Vitamine aus der Milch zum Tragen kommen, weil diese zerstört sind.

Glücklicherweise ist die zusätzliche Spritzung künstlicher Hormone in Deutschland und der EU verboten, doch enthalten die Futtermittel neben zermahlenem Fisch oder Fleisch (Kühe sind Vegetarier!) Wachstumshormone und Antibiotika. Wie können wir nur davon ausgehen, dass diese Hormone nicht in die Milch gelangen? Jede Art von Hormonen die durch Lebensmittel eingenommen wird, macht unseren Hormonhaushalt unkontrollierbar. Damit nehmen wir uns selbst die Gelegenheit einen Überblick über Stoffe zu behalten, die unseren Körper schädigen, oder Schwangerschaft unmöglich machen.

Was tun?

Gute Frage. Ich weiß, dass viele kaum ohne ihren Quark, Käse, oder Joghurt überleben können. Es schmeckt aber auch echt alles richtig lecker, das gebe ich zu! Doch gerade in Bezug auf eine gesundheitsbewußte Ernährunge, ganz zu schweigen dem Versuch schwanger zu werden, sollte man Gewohnheiten verändern.

Es stehen eigentlich nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung: gar keine Milch, oder Milch frisch beim (Öko)Bauern kaufen.

Holt ihr euch die Milch beim Bauern, könnt ihr beginnen das Internet und die Bücherei nach Ratgebern zu durchforsten, die euch zeigen, wie ihr all die köstlichen Milchprodukte selbst herstellt. Natürlich ist dies viel arbeitsaufwändiger und braucht etwas Übung, aber ich bin sicher, dass sich die Mühe lohnt und euer Körper es euch dankt.

Doch sollte man trotzdem im Hinterkopf behalten, dass Milch ein Genußmittel ist und auch als solches behandelt werden sollte.

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Milchlos leben

Geht das überhaupt? Wie komme ich dann an Kalzium, das mein Körper doch so dringend braucht um Knochen und Zähne stark zu erhalten?

Fakt ist: Bei der Aufnahme von Kalzium aus Milch und Milchprodukten reagiert der Körper mit Übersäuerung, die mit Kalzium, der aus den Knochen gewonnen wird, neutralisiert wird. Das heißt, dass wir tatsächlich nur einen Bruchteil des Kalziums aus der Milch aufnehmen, nur 30 Prozent nämlich.

Kalzium, der aus dunklem Blattgemüse, Brokkoli, Bohnen, Kresse, Sellerie usw. aufgenommen wird, verbleibt zu 40-60 Prozent im Körper. Wenn man darauf aus ist seinen Kalziumgehalt im Auge zu behalten, ist man mit pflanzlichen Lieferanten besser dran. (Quelle)

Andy und ich haben kurz vor Weihnachten letztes Jahr aufgehört Milch zu trinken/essen. Hin und wieder (wie auf der Milchfarm zum Beispiel) ist es doch vorgekommen, dass es Milch in unseren Kühlschrank geschafft hat, doch war es selten und überschaubaren Mengen.

Zugegeben, die Alternativen schmecken längst nicht so gut im Kaffee (welcher noch ein Thema für sich ist :) doch fehlt uns die Milch sonst kein Stück.

Hier ein paar der Alternativen, auf die man zurückgreifen kann, wenn man einen Ersatz braucht:

  • Kokosnussmilch
  • Hafermilch
  • Mandelmilch
  • Reismilch
  • Haselnussmilch

Wir nutzen fast ausschließlich Kokosnussmilch, weil alle anderen Milchsorten in Australien einen hohen Zuckeranteil hatten, den wir vermeiden wollten. Käse kann wunderbar aus Nüssen hergestellt werden. Der geschmacklich beste Käse weltweit ist übrigens vegan. ;)

Sojafrei

IMG_67073Manchen von euch (wahrscheinlich vor allem denen, die das ganze Thema skeptisch betrachten) ist vielleicht aufgefallen, dass die „warum vegan“ Seite verschwunden ist. Als ich angefangen habe mich mit der PCOS – freundlichsten Ernährung auseinander zu setzten, kam immer öfter das Thema Soja auf. Soja ist für uns ein Ersatz für so viele Lebensmittel gewesen, die wir mit der veganen Lebensweise nicht mehr haben konnten. Entsprechend oft kamen Gerichte voll gepackt mit Soja auf den Tisch.

 

Andererseits sind aber Nährstoffe z. Bsp. aus Eiern sehr hilfreich wenn man der weiblichen Fruchtbarkeit auf die Sprünge helfen will. Andy und ich befürworten noch immer die vegane Ernährung, sind aber nicht mehr strickt in dieser Hinsicht. Darüber mehr ein anderes mal. :)

 

Soviel dazu, jetzt aber wieder zum Soja. Warum sollte man Sojaprodukte vermeiden, wenn man sein PCOS kurieren möchte?

Soja ist ein super Lebensmittel! Studien haben ergeben, dass Soja Cholesterinwerte verbessert, Krebsrisiko senkt und Symptome der Wechseljahre lindert, um nur einige zu nennen. Es ist voller Eiweiß, weshalb Sportler häufig eine sehr sojareiche Ernährung haben. Auch viele Vitamine und Mineralstoffe sind im Soja enthalten. Doch hat Soja für uns PCOS Frauen auch Nachteile.

 

Östrogen

Ein Risikofaktor, der in meinen Nachforschungen immer wieder auftrat, war der recht hohe Östrogengehalt in Soja. Doch soll dieser Gehalt sehr schwach sein, im Vergleich zu dem tatsächlichen Hormon, das unser Körper produziert. Also zu schwach um tatsächlich Schaden anzurichten. Ich muss ehrlich sagen, auch wenn das Hormon in Sojaprodukten schwach ist, möchte ich trotzdem nicht wissend ein Hormon zu mir nehmen, das meinen, sowieso schon recht verdrehten, Hormonhaushalt beeinflussen kann.

Allerdings sagen Experten (und schließlich bin ich ja keiner), dass Östrogen in Soja nicht gefährlich ist.

 

Soja und Schilddrüsenunterfunktion

Viele Frauen mit PCOS leiden ebenso an Hypothyreose, die allgemein als Schilddrüsenunterfunktion bekannt ist. Diese Erkrankung entsteht, wenn die Schilddrüse eine unzureichende Menge an Hormonen herstellt, die entscheidend sind für den Stoffwechsel. Das führt zu verlangsamten Funktionen im Körper. Symptome sind: Trägheit und Müdigkeit, unerklärliche Gewichtszunahme, Depression, Verstopfung, vermindertes sexuelles Interesse, erhöhte Kälteempfindlichkeit…

Zurück zu Soja: Es ist reich an Isoflavonen und führt zu Problemen, wenn der Jodgehalt im Körper niedrig ist. Doch gerade der Jodgehalt ist bei Schilddrüsenunterfunktion ein Problem und ist schnell zu niedrig. Wenn der Jodgehalt oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle spielt, sollte man Soja mit Vorsicht genießen, oder ganz weglassen.

 

Soja und Cholesterin

PCOS geplagte sind häufig auch von einem zu hohen Cholesterinwert betroffen. Dies ist gefährlich, da es zu Herzerkrankungen führen kann. Reduktion von Zucker und Verwendung von ungesättigten Fettsäuren bringen den Cholesterinwert wieder ins Lot. Eine vernünftige Menge an Soja kann Cholesterinwerte zusätzlich erheblich reduzieren und setzt auch Testosteronwerte herab. So ergaben Studien. Noch eine positive Seite an Soja.

 

Soja und Fruchtbarkeit

Schwieriges Thema, da es einfach zu wenige Studien gibt, die sich ganz konkret auf PCOS spezialisieren. Es wurde allerdings eine große Studie durchgeführt, die zeigte, dass Frauen, die sehr viel Sojaprodukte zu sich nahmen (mehr als 40g täglich) das Risiko niemals schwanger werden zu können, um 13% erhöhten. Das Risiko niemals ein lebendes Kind zur Welt bringen zu können, erhöhte sich um durchschnittlich 3%.

Doch normalerweise isst man doch wesentlich weniger Soja, 40g täglich ist schon recht viel.

Andere Studien haben ergeben, dass bei einem wesentlich geringeren Verzehr von Soja die Wahrscheinlichkeit für einen Eisprung wesentlich höher sind. Für Frauen, die gar keinen Eisprung haben, natürlich eine positive Nachricht. Allerdings wurde auch festgestellt, dass selbst bei kleinen Mengen Soja die Fruchtbarkeit herabgesetzt wurde.

 

Das heißt: willst du schwanger werden, solltest du Sojaprodukte in sehr geringen Mengen, oder gar nicht verzehren. Hast du einfach nur an deinem PCOS zu knabbern und spielt dein Körper wegen fehlendem Eisprung verrückt, könnten dir Sojaprodukte in vernünftigen Mengen vielleicht sogar helfen.

 

Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass ich kein Experte bin. Ich habe nur viele Nachforschungen angestellt, die mich persönlich zu diesen Rückschlüssen geführt haben. Wenn ihr gesundheitliche Probleme aufgrund eures PCOS habt, kann euch die Ernährungsumstellung mit Sicherheit helfen, aber habt ihr zusätzlich gesundheitliche Bedenken, solltet ihr das mit eurem behandelnden Arzt abklären.

 

Nun bin ich neugierig. Habt ihr es gewagt den Zuckerhahn zuzudrehen? Wenn ja, wie geht es euch damit? Habt ihr schon Veränderungen bemerkt? Erzählt mir ALLES! :)

 

Liebste Grüße

Kati

Zuckerfrei

Die erste Änderung, die ich ganz bewusst im Blick auf PCOS gemacht habe, war, den Zuckergehalt aufs kleinstmögliche zu reduzieren.

 

Wobei ich eigentlich der festen Überzeugung war, dass ich schon sehr wenig Zucker in meiner Ernährung habe. Und wenn, dann war es nur „gesunder Zucker“.

Ich trank meinen Tee, bzw. Kaffee stets ungesüßt, hatte keine Softdrinks, oder Säfte, aß so gut wie keine Backwaren und Schokolade war immer herb, die Vollmilch, oder gar weiße Schoki hatte ich mir schweren Herzens abgewöhnt.

 

Gesüßt hatte ich meist mit Honig und Trockenobst, der Zucker war ungebleichter, unbearbeiteter brauner Zucker und natürlich war jede Menge Obst (zu der Zeit meist Bananen) in meinem Speiseplan enthalten – alles gesund halt.

 

Tja, als ich dann das Buch „sweet poison“ las, ging mir erst ein Licht auf.

Mein „gesunder Zucker“ entpuppte sich als Gift, das mein PCOS weit verstärkte. Danach wunderte ich mich nicht mehr über meine Hungerattacken, meine Schwierigkeiten abzunehmen und meine unreine Haut.

 

Bevor ich näher auf die Reaktion des menschlichen Körpers auf Zucker eingehe, möchte ich euch kurz einmal erklären, warum gerade Zucker so ein großes Problem für uns PCOS-geplagten darstellt.

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Häufig haben Frauen, die unter PCOS leiden zusätzlich mit einer Insulinrestistenz zu kämpfen. Das heißt, dass der Insulin im Blut nicht in der Lage ist Zucker und Fettsäuren aus dem Blutstrom in die Zellen zu leiten, wo er gebraucht wird. Es liegt scheinbar eine Störung im Muskel- und Fettgewebe vor, die verhindert, dass der Zucker in die Zelle transportiert wird. Also ist zuviel Zucker und Fettsäure im Blut und regt die Insulinproduktion wiederum an, denn unser Körper möchte ja schließlich dafür sorgen, dass die Energie in die Zellen kommt, statt in der Blutbahn zu bleiben.

 

Dadurch, dass dauerhaft viel zu viel Insulin gebildet wird, reagiert der Körper falsch auf Energienachschub und kann nicht mehr signalisieren, wenn wir satt sind. Dies führt unweigerlich zu Übergewicht, oder dazu, dass Gewicht sehr schwer gehalten werden kann. Was wiederum die Hormonbildung stört und PCOS fördert, bzw. verschlimmert.

 

Seit ich das weiß, wundert es mich nicht mehr, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu essen und mich im Fitnessstudio ohne klare Erfolge abgerackert habe. Seit ich Zucker aus meinem Leben gestrichen habe, ist leider die Gewichtsabnahme nicht sprunghaft gewesen, dafür habe ich aber folgendes festgestellt:

  • Ich spüre recht schnell, ob ich satt bin, oder nicht
  • Körperbereiche, die mir etwas schwabbelig schienen, sind es nicht mehr
  • Mein Bindegewebe ist straffer
  • Mein Hautbild ist nicht wieder zu erkennen
  • Keine Stimmungsschwankungen mehr
  • Heißhungerattacken haben nachgelassen und wenn ich sie dennoch habe, reichen schon ein paar Brokkolirösschen um sie zu bekämpfen
  • Ich habe ganz ehrlich kein Bedürfnis mehr nach Süßem (jeder, der meinen alten Blog kennt, weiß, dass dieses Bedürfnis ganz ganz arg war!)
  • Meine Verdauung ist fantastisch
  • Ich kann mich wesentlich besser konzentrieren

 

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich an alles gedacht habe, aber für mich sind all diese Punkte schon sehr, sehr positiv und bestätigen meine Entscheidung gegen Zucker!

Was meine Zyklusstörungen angeht, kann ich noch keine so großen Veränderungen feststellen, außer, dass ich meine Periode zumindest einmal im Monat habe, was für mich schon sehr positiv ist. Allerdings sind die Abstände nach wie vor ziemlich unregelmäßig und häufig viel zu groß. Doch werde ich weiter berichten, falls sich da etwas tut, schließlich habe ich den Zucker erst seit Anfang Juni den Rücken gekehrt.

 

Nun zu der Wirkung von Zucker im Körper:

 

Im Nucleus accumbens, dem Lustzentrum des Gehirns, löst Zucker die Ausschüttung von Dopamin und Opioiden aus. Opioide haben eine Betäubende Wirkung im Körper indem sich die Substanzen an Opioidrezeptoren binden. Dopamin ist die Triebkraft, die hinter Drogensucht gesehen wird. Im Prinzip wird das Gehirn süchtig nach seinem eigenen Opioid, wie bei Heroin oder Morphin.

 

Das erklärt dieses unwiderstehliche Verlangen nach etwas Süßem, sagen wir gegen 11 Uhr Vormittags? Und ach ja, dann braucht man noch eine Kleinigkeit nach dem Essen, nur damit der süße Zahn Ruhe gibt. Nicht zu vergessen das allabendliche Stück Schokolade… Aus Spaß habe ich häufig gesagt, dass ich nun mal süchtig nach Süßem bin und es einfach nicht lassen kann. Wer hätte gedacht, dass darin ein Haufen Wahrheit steckte?

 

David Gillespie hat eine interessante Liste in seinem Buch, die ich euch mal zeige.

 

Bin ich süchtig nach Zucker?

  1. Hast du ein Problem damit an Süßigkeiten vorüberzugehen, ohne „nur eins“ zu nehmen?
  2. Hast du Gewohnheiten die im Zusammenhang mit Zuckerkonsum stehen – z.B. immer Nachtisch haben, ein Stück Schokolade brauchen um beim fernsehen zu entspannen, sich mit einem süßen Getränk oder einer Süßigkeit nach dem Fitness zu belohnen?
  3. Hast du Momente, wenn du denkst, dass du ohne einen Zuckerschock einfach nicht mehr kannst?
  4. Wenn du gezwungen bist für 24 Stunden keinen Zucker zu konsumieren, leidest du unter Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen?

 

Selbst wenn du nur bei einer dieser Fragen mit ja antwortest, bist du zuckersüchtig!

 

Doch warum macht Zucker dick?

 

Bevor es Zuckerrohr, oder Zuckerrübe gab, war jedes süße Nahrungsmittel etwas seltens und kostbares. Süße Lebensmittel waren seltener Luxus und bedeuteten viel Energie und Leistungsfähigkeit. Deshalb empfinden wir Süßes als positiv und genießen es.

 

Doch ist unser Körper nicht dazu gemacht Zucker, um genau zu sein Fructose (das so gut wie in allen süßen Lebensmitteln enthalten ist!), in großen Mengen zu konsumieren. Deshalb ist der menschliche Körper nicht in der Lage mehr Fructose zu „zählen“, als in zwei Stücken Obst enthalten ist. Es gibt nämlich nur ein einziges Enzym, das auf Fructose spezialisiert ist. Das heißt: nehmen wir mehr Fructose auf, als wir mit zwei Stücken Obst tun würden, kann unser Körper diese Energie nicht mehr registrieren. Da all diese Kalorien unsichtbar am genialen Zählmechanismus unseres Körpers passieren können und wir nur den positiven Zuckerschub ohne Sättigungsgefühl realisieren, möchten wir immer öfter „high“ sein und bringen damit das natürliche Sättigungsgefühl durcheinander.

Saccharose ist unser Tafelzucker, der ein Mehrfachzucker ist, weil er aus Fructose und Glucose besteht. Dies ist die gefährlichste Zusammensetzung für unseren Körper und wird in allen gesüßten Lebensmitteln verwendet. Auch Saccharose wird vom Körper ab einer bestimmten Menge nicht mehr wahrgenommen.

 

Anders ist es bei Glucose und Galactose.

Glucose ist der Zucker, der in allen Kohlenhydraten enthalten ist. So z.B. in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Brot auch in Gemüse. Wir haben viele verschiedene Enzyme, die Glucose registrieren und melden können. Essen wir z.B. unser Frühstücksbrot machen sich die Enzyme dran den Zucker abzuspalten, damit wir Glucose für unseren Energiebedarf nutzen können.

 

Galactose ist in Laktose enthalten, also in Milchprodukten. Dieser Zucker ist der Part, auf den Allergiker reagieren.

 

Da wir viele Enzyme haben, die Glucose und Galactose erkennen, werden wir satt, nachdem wir unser Frühstücksbrot mit einem Glas Milch hatten (Wobei Milch nicht wirklich die Beste Wahl in Sachen PCOS ist). Solang man also Fructose in kleinen Mengen isst, ist unser Körper in der Lage uns früh genug zu informieren, dass er genug Energie aufgenommen hat und wir werden nicht dick.

 

Was hat das mit PCOS zu tun?

 

Frauen, die durch starken Zuckerkonsum übergewichtig werden, setzen meist Fett an Po und Beinen an. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen schützt Frauen scheinbar vor dem sehr gefährlichen Bauchfett. Ist das Übergewicht allerdings zu stark und es setzt sich dennoch Bauchfett ab, kann dies nach einer gewissen Zeit bei einer gesunden Frau zu einem Chaos im Hormonhaushalt und zu PCOS führen.

 

Hat eine Frau PCOS (ob die Ursache Übergewicht ist, oder nicht), ist es einfach eine Tatsache, dass der Körper dieser Frau Zucker einfach sehr schlecht verarbeiten kann. Je höher der Zuckergehalt im Blut ist, desto schlechter funktioniert das System und desto verrückter spielen die Hormone.

 

Was tun? Wie schafft man es Zuckergewohnheiten zu brechen?

 

Erst ist es wichtig zu wissen, dass Fructose im besten Fall nur in Obst vorkommen darf. Mit dem Obst hat man nicht nur leere Energie, sondern nimmt ebenso Vitamine und Ballaststoffe zu sich. Willst du den Fructosekonsum stark heruntersetzen, ist es gut Obst wie Heidelbeeren, Himbeeren, oder Birnen (mit Schale) zu essen, denn die haben den geringsten Zuckergehalt.

 

Für mich hat es gut funktioniert einfach von heute auf morgen Zucker sein zu lassen. Doch muss das bei dir nicht der Fall sein, vielleicht fällt es dir leichter es langsam ausklingen zu lassen.

 

Schreib dir ganz bewusst deine Gewohnheiten aus, die mit Zucker zu tun haben und überleg dir einen Ersatz dafür. Es ist extrem schwer Gewohnheiten zu brechen, wenn die Zeit ungefüllt bleibt, die vorher mit Zuckerkonsum gefüllt war.

 

Ein Beispiel von mir:

 

Gewohnheit:

  1. Schokolade nach dem Abendbrot, während Andy und ich uns nach der Arbeit entspannen.
  2. Trockenobst und frisches Obst im Müsli.
  3. Süßes knabbern, oder zubereiten bei Langeweile.

 

 

Ersatz:

  1. Nüsse nach dem Abendbrot, während Andy und ich uns nach der Arbeit entspannen.
  2. Sehr viele Nüsse und Samen im Müsli um den Proteingehalt zu erhöhen und das Sättigungsgefühl zu steigern.
  3. Salzige Knabbereien zubereiten, spazieren gehen, putzen, workout.

 

Nüsse waren allgemein ein riesiger Rettungsring für mich. Jedes mal, wenn die Schmacht nach was Süßem zu groß war, hatte ich eine Packung Nüsse griffbereit um nicht in Versuchung zu fallen.

 

Viel gefährlicher als der Donut, oder das Eis sind allerdings versteckte Zucker, die man in allen möglichen Lebensmitteln findet. So sind vor allen dingen Saucen und „gesunde“ Snacks voll mit Zucker und zuckerhaltigem Trockenobst.

 

Wir kaufen kein Produkt mehr ohne vorher die Nährwerttabelle zu kontrollieren. Ist der Zuckergehalt unter 1% ist es ok für uns, alles andere schafft den Weg in den Wagen nicht mehr.

 

Doch haben wir festgestellt, dass so ziemlich alle verarbeiteten Lebensmittel Zuckeranteile haben und sind deshalb dazu übergegangen keine Fertigprodukte mehr zu kaufen – sei es Ketchup oder Cracker. Wenn möglich wird es selbst zubereitet und wir können den Zuckergehalt selbst bestimmen.

 

Brot ist etwas, das ich nicht wirklich zufrieden stellend zubereiten kann. Bei gekauftem Brot und allgemein bei Backwaren sollte man möglichst die Vollkornvariante wählen und wenn ihr die Möglichkeit habt, am Besten Brot aus Sauerteig kaufen. Je weißer das Lebensmittel, desto höher der Zuckergehalt.

Das heißt: brauner, statt weißer Reis und Vollkorn- statt weiße Nudeln. Auch Kartoffeln haben einen höheren Zuckeranteil statt Süßkartoffeln, weil die Zuckermoleküle einfach langkettiger sind und die Enzyme länger brauchen den Zucker abzuspalten. Das gibt dem Körper mehr Zeit mit der Glucose zurechtzukommen.

 

Zuckerersatz

 

Wie vorher schon erwähnt ist unser Körper in der Lage Glucose zu erkennen. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit mit Glucose zu süßen. Glucose kann man hier in Australien in jedem Supermarkt kaufen, wie es in Deutschland ist, weiß ich leider nicht. Zumindest habt ihr diese Option, falls das Verlangen einfach zu groß ist. Künstliche Süßungsmittel würde ich nicht empfehlen. Bei den meisten von ihnen haben Studien mittlerweile erwiesen, dass sie sehr stark krebsfördernd sind. Bei anderen ist noch nicht ganz klar, wie sie sich auf den Körper auswirken. Da möchte ich ungern Versuchskaninchen sein, und ihr?

 

Zucker ist ein riesiges Thema und in der Praxis viel schwieriger zu streichen statt in der Theorie. Aber wenn ich, die Zahnfee im Zuckerrausch, es geschafft habe, zuckerfrei zu leben, dann könnt ihr es auch schaffen!

 

Ich freu mich über eure Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema! Habt es schön ihr Süßen!

alles hat angefangen…

damit, dass ich plötzlich ganz extrem unreine Haut und viele Pickel bekommen habe. Ich habe ausgesehen, als wäre ich 12 und hätte neben Pickeln noch einen üblen Hautausschlag im Gesicht. Zwar habe ich schon immer mit meiner Haut zu kämpfen gehabt, doch damals, im Mai (vor meinen letzten Posts) nahm meine Akne ganz andere Formen an! Aus diesem Grund machte ich unglaublich viele Nachforschungen, las Artikel, Bücher, Erfahrungsberichte, Meinungen von Dermatologen, Kosmetikern und Laien. Was ich herausfand: in meiner Ernährung ist einfach viel zu viel Zucker (wer hätte das gedacht? ;). Also konzentrierte ich mich auf meinen Zuckerkonsum und recherchierte, was Zucker für Auswirkungen auf den Körper hat. Sehr hilfreich war für mich das Buch „sweet poison quit plan“ von David Gillespie. Ich habe es leider nur in englisch gefunden, falls jemand einen Link für das deutsche Buch weiß, nur her damit! Wie auch immer. Während ich dieses Buch so las, erwähnte der Autor ganz nebenbei, dass ein großer Teil unfruchtbarer Frauen unter PCOS leiden und das der Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und dieser Erkrankung immer wahrscheinlicher erscheint. Da es nicht sein Hauptthema war, ging er auch nicht weiter darauf ein.

 

Für mich eröffnete sich damit aber ein ganz anderes Thema, das ich näher betrachten wollte.

PCOS (Polyzystisches Ovar-Syndrom) ist für mich keine Neuigkeit. Viele Frauen leiden darunter und ich weiß, dass dies häufig die Ursache für unerfüllten Kinderwunsch ist. Doch habe ich nie in Erwägung gezogen, dass dieses Krankheitsbild auf mich zutreffen würde – schließlich hat es nie ein Arzt bei mir festgestellt, zumindest wurde es mir nie gesagt.

Nachdem ich mein Zucker- und Akneproblem etwas im Griff hatte, schaute ich mir die Symptome und Therapien bei PCOS genauer an. Interessant ist, dass ich genau darauf therapiert wurde. Ich konnte fast alle der gängigen Methoden in meiner Vergangenheit abharken. Auch viele der Symptome kamen mir sehr bekannt vor:

  • Akne
  • unregelmäßiger Zyklus
  • verstärkte Körperbehaarung
  • Übergewicht
  • Haarausfall
  • Insulinresistenz
  • erhöhte Anzahl an männlichen Hormonen (Testosteron)

Die Liste setzt sich lang fort.

 

Eigentlich haben wir uns ja von dem Thema leibliches Kind schon längst verabschiedet. Aber nachdem ich nun so viele Informationen zu dem Krankheitsbild, unter dem ich offensichtlich leide, gefunden habe, möchten wir es doch noch einmal angehen und uns damit intensiver beschäftigen.

Da ich weiß, dass viele von euch Mädels die gleiche Straße lauft wie ich, möchte ich hier gerne mit euch teilen, was ich gegen PCOS mache. Natürlich bin ich für jeden Tip und jede Erfahrung dankbar, die ihr mit mir teilt! :)

Zwickmühle

Einerseits ist es eine super Gelegenheit sich daran zu erinnern, wie wichtig einem Eltern, Großeltern und allgemein Familie ist. Doch andererseits wird man an diesem Tag ständig daran erinnert, was man nicht haben kann. Das kann richtig schmerzhaft sein. Wie geht es euch am Muttertag? Fällt es euch leicht einfach den Hebel umzulegen und ganz auf die Mamas in eurer Umgebung konzentriert zu sein, statt euren eigenen Verlust zu sehen?

Ich hatte eine Phase, da konnte ich einfach nicht anders. Ich konnte mich nicht beherrschen. Was ich gesehen habe, war einzig und allein die Tatsache, dass ich eine von denen sein sollte. Ich sollte auch diese blöde Rose bekommen, die alle Mütter nach dem Gottesdienst bekommen haben. Ich sollte auch stolz wie Oskar einen Kinderwagen vor mir her schieben können!

Stattdessen musste ich mich mit aller Gewalt beherrschen um nicht loszuheulen.

Jetzt denke ich: falsche Reaktion. Nach wie vor würde ich Gottesdienste und Veranstaltungen, die einen zu starken emotionalen Druck auf mich ausüben, meiden.

Aber, es geht nicht immer nur um mich! Meine Güte, kann ich auch mal an jemand anderen denken, statt meine Wunden zu lecken und vor mir her zu heulen?! Jetzt mal Hand aufs Herz: ich bin doch eine erwachsene Person! Bauch rein, Brust raus, Kopf hoch und auf: andere Frauen feiern – kann das denn so schwer sein?

Ich weiß, es kann und es ist so schwer. Aber dieses Jahr ist anders! Du und ich, wir begegnen diesem Muttertag mit Hochachtung für die Frauen, deren Leben nicht immer Zuckerschlecken ist, die sich Tag für Tag durch das Leben kämpfen und ihre Kinder zu guten Menschen erziehen. Häufig mit ganz wenig Unterstützung .

Wir feiern Frauen wie meine Mama, die uns Werte beigebracht haben, die unser Leben so schön und reich machen. Wir feiern Frauen wie meine Schwiegermama, die selbst im größten Chaos den Überblick behalten und die Familie stark machen. Wir feiern Frauen wie meine Schwester und meine Schwägerin, die ihren Kindern jede Minute schenken, ihren Haushalt meistern und dabei auch noch arbeiten.

Wir feiern Frauen, die sich auf ganz neue Pfade wagen müssen, weil ihre Kinder Behinderungen haben. Die trotzdem nicht aufgeben und ihren Kindern das Leben so schön und einfach wie möglich machen, wobei sie selbst oft zu kurz kommen.

Und wir feiern einen Gott, der ganz genau weiß, wieviel Kraft all diese Frauen brauchen um eben Mütter zu sein. Wir feiern den Gott, der dich und mich kinderlos gemacht hat, nicht, damit wir Trübsal blasen, sondern damit wir unser Leben nutzen und andere reich machen durch unsere Gegenwart!

So, wie sieht nun die Praxis aus, ist ja alles viel leichter gesagt als getan, gel?

1. Planen:

Muttertag planen, bitte??? Ja, Muttertag planen. Steck ganz viel Energie und Liebe in Muttertagsgeschenke. Rosen kann jeder und habt ihr schon mal eine Mutter erlebt, die sich mehr über einen, auf-die-letzte-Minute-Strauß gefreut hat, als über eine wirklich durchdachte Kleinigkeit? Siehste! Also: Plane erst einmal etwas um jemandem eine Freude zu machen (vorzugsweise deiner ganzen Familie ;) ) Wie wäre es mit einem Gutschein zum Spa? Nur für die Mädels der Familie? Oder, wenn kleine Kinder in deiner Familie sind, wäre ein Zoo-, oder Parkbesuch doch etwas besonderes, oder?

Wir haben letztes Jahr einen Obstkorb für unsere beiden Familien geschickt, damit alle gemeinsam das frische Obst genießen konnten. Der Service war super und auch die Lieferung punktgenau. Das Gesamtpaket hat uns so gefallen, dass wir zu Weihnachten sogar einen Extrawunsch bei dem Obstversandt gewagt haben, der prompt perfekt bearbeitet wurde und für eine schöne Weihnachtsüberraschung sorgte.

Als wir noch in Deutschland waren, haben wir eine gesunde, selbstgemachte Pralinenmischung für beide Elternpaare hergestellt, die auch gut ankam.

Den Ideen sind kaum Grenzen gesetzt. Du kennst deine Mutter/Schwiegermutter/Schwester/Schwägerin… doch am Besten, dir fällt schon was ein. :)

2. strukturier deinen Tag

Geht ihr gewöhnlich zu einem Muttertagsgottesdienst und der setzt dir schwer zu? Dann lass den einfach weg! Du brauchst dir das wirklich nicht anzutun! Nutz diese Zeit intensiv mit deinem Gott und mit deinem Liebsten. Tu dir etwas Gutes, ein ausgiebiges Frühstück? Lange im Bett bleiben, ein schöner Spaziergang?

Macht dir der Gottesdienst nichts aus? Dann freu dich mit den Menschen um dich herum! Freu dich daran, dass es einen Feiertag gibt, der Familien zusammenbringt und vielen müden Muttis Mut macht.

Verbring Zeit ganz bewußt mit Familie und, falls ihr welche in der Familie habt, mit den kleinen Kindern, die noch viel Arbeit machen. Mach deinen Schwestern/Schwägerinnen/Freundinnen eine Freude und entlaste sie für diese paar Stunden.

Geh früh genug heim wenn du merkst, dass es dir reicht. Wozu musst du dir Stress damit machen? Geh heim und genieß den Rest des Tages auf deine Weise.

 

3 Notfallplan

Vielleicht ist das bei dir ja anders, aber ich erzähl dir trotzdem wie es mir geht: fang ich einmal an in Selbstmitleid zu verfallen, bin ich richtig drin und es fällt mir schwer da wieder raus zu kommen. Überleg dir, was du in dem Fall machst und lass es nicht einfach so über dich hinwegschwappen. Du brauchst nicht in Selbstmitleid zu ertrinken, du kannst positiv denken und du kannst dir einen Notfallplan überlegen, falls du drohst doch in diesen Strudel zu geraten.

 

4. denk positiv

Du bist eine starke Person, denn Gottes Stärke ist in den Schwachen mächtig! In diesem Moment fühlst du dich vielleicht schwach und meinst, dass du es nicht überstehen kannst – doch! Du schaffst das! Lass Gott Raum um dich zu verändern! Er wird dich nicht allein lassen. Er wird nicht zulassen, dass ein einziger Feiertag dich fertig macht. Lass ihn dran und denk positiv! Du schaffst das und ich bin so stolz auf dich und auf deine Fähigkeit über deine eigenen Verluste hinweg die Freude anderer zu sehen und fähig zu sein dich mit ihnen zusammen zu freuen!

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Feiertag und bin so überwältigt und dankbar, dass ich euch mit meinen Gedanken überfallen darf und das ihr so wunderbare Menschen seid! In den nächsten Tagen habe ich ein paar Vorschläge für euch den Sonntag besonders schön mit euren Liebsten zu verbringen und ihnen eine Freude zu machen.

Die aller liebsten Grüße aus dem warmen Norden Australiens.

Gruß

unfair und Menu Plan

Hast du schon gehört? Die Frau in der Nachbarschaft, ja, genau die mit den drei Kindern. Die ist ja SCHON wieder schwanger! Hat die doch ihre Kinder gar nicht im Griff und bekommt dann noch eins! Das gibts doch gar nicht! Und überhaupt sollten die nicht eins haben, so messi, wie die sind!

Im geheimen, ja nur ganz, ganz heimlich, freut man sich doch über solche Kommentare und fühlt sich richtig bestätigt in der Meinung, dass es einfach nur unfair ist, dass „Die“ problemlos Kinder haben können, ich aber nicht, oder? Manchmal spricht man es aus und fühlt sich gut, denn man ist ja viel besser, als die anderen und überhaupt würde man deren Familie und deren Kinder problemlos im Griff haben! Aaaaaaaaaaah, aufhören, mit diesen Gedanken! Sofort! Die bringen dich nicht weiter! Sie sorgen nur dafür, dass du frustriert über dein Leben wirst, auf andere herabschaust und in deiner Kleinlichkeit gefangen wirst! Es gibt nichts schlimmeres als sich selbst runterzuziehen!

Ja, ich weiß, es tut weh. Ja ich weiß, viele Kinder haben das Leben nicht verdient, das sie leben müssen. Ja, ich weiß, es ist nicht fair. Aber warum sich auf Kosten anderer besser fühlen? Warum diesen Familien das Leben mit verachtenden Blicken und mit Geschwätz schwerer machen?

Warum nicht anfangen ihnen zu helfen? Warum nicht einfach mal eine Tüte Kekse vorbeibringen? Warum nicht einfach mal die Kinder zum Zoo einladen? Wenn du siehst, dass „die da“ so überfordert sind, warum hilfst du ihnen nicht, statt über sie herzuziehen?

Aber was ist mit den Familien, wo die Eltern Alkoholiker sind, rauchen, dass es ihnen aus den Ohren qualmt und ihren Kindern kein vernünftiges Essen geben? Was ist mit all den Kindern, die mißbraucht werden? Ist das fair?

Nein, ist es nicht. Es ist unfair, dass gerade die hilflosen ausgenutzt werden. Es ist unfair, dass sie es nicht anders kennen und schlechte Chancen im Leben haben. Ja, es ist unfair.

Es hilft dir aber nicht, wenn du deprimiert ständig an die Tatsache denkst, dass diese Leute Kinder haben, du aber nicht. Was dir wirklich hilft ist, dass du an die Tatsache denkst, wie gut dein eigenes Leben ist und welchen Unterschied du in dem Leben solcher Kinder machen könntest!

Früher bin ich immer zur Arbeit gelaufen und habe (ganz klar) jeden Tag immer wieder die gleichen Menschen getroffen. Oft waren ein wenig heruntergekommene, überforderte Mütter dabei, die ihre Süßen zum Kindergarten brachten. Nach einigen Wochen immer wieder sehen, immer wieder „Morgen“ sagen, haben wir uns miteinander unterhalten (immer ganz schlecht, weil ich ohnehin immer spät dran bin ;) ). Während unseren Gesprächen ist häufig herausgekommen, wieviel Schmerz diese Frauen zu tragen hatten, dass eins der Kinder unter einer Behinderung litt, dass Familienangehörige ihnen das Leben schwer machten und, und, und.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was eine Packung Kekse hin und wieder für einen Unterschied in ihrem Leben gemacht hat! Ein Gespräch (auch mal ohne auf die Uhr zu schauen) hat ihnen manchmal ihr Strahlen ins Gesicht zurückgezaubert!

Fang heute an einen Unterschied für kinderreiche Familien zu machen – einen guten! Denn DU bist dafür verantwortlich, wie du dich fühlst! DU kannst ENTSCHEIDEN glücklich zu sein, auch wenn du dich nicht so fühlst!

DU BIST ES WERT!  Und du hast auch die Power jemanden das Gefühl zu geben es auch zu sein: wertvoll!

 

Vielleicht ein oder zwei Portionen mehr davon für jemand anderen…

Freitag: Linsen-Kokossuppe

Samstag: Frühlingssamosas mit Chutney

Sonntag: Wie wärs mit einer spontanen Grillparty und jeder bringt was mi?

Monatag: Artischocken mit Spaghetti

Dienstag: Sweet and sour Tofu mit braunem-  und Wildreis

Mittwoch: geröstete rote Beete und Kartoffeln, dazu frischen Salat

Donnerstag: Tofu“rührei“ mit Spinat und Tomaten

Gruß