PCOS

Polyzystisches Ovarialsyndrom ist ein Überbegriff für ein Leiden, das mittlerweile ungefähr fünf bis acht Prozent aller Frauen weltweit betrifft.
Die klassische Behandlungsmethode ist die Einnahme der Pille, oder andere Formen der Hormontherapie. Damit ist endlich der Eisprung und damit das Einsetzten der Periode erreicht, doch ist eine Hormontherapie nur die Behandlung der Symptome, doch nicht der Ursache.

Lasst uns mal schauen, was PCOS eigentlich genau ist und wie das Krankheitsbild aussieht.

Vorab: Es scheint nie ein einziger Grund zu sein, sondern es ist ein Teufelskreis, wo
eine Ursache die andere verstärkt, bis schließlich alle mit Hormonen in Zusammenhang stehenden Bereiche betroffen sind.

  1. Zuviel LH, zu wenig FSH
    Die Eierstöcke (Ovarien) betroffener Frauen sind vergrössert, weil sich darin viele Eizellen finden lassen, die jedoch unreif und damit nicht bereit zum Eisprung sind.
    Der Grund dafür liegt darin, dass der Körper zuviel LH (luteinisierendes Hormon) ausschüttet, das den Eisprung anregt, doch werden all die Eizellen nie bereit zu springen, weil zu wenig FSH (follikelstimmulierendes Hormon) gebildet wird, das die Eireifung bewirkt.
    Aus diesem Grund haben so viele Frauen auch gar keinen, oder nur sehr seltenen Eisprung.
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  2. Zu viele männliche Hormone
    Nun bilden die Eierstöcke, aufgrund des Hormonungleichgewichts, zu viele männliche Hormone (Androgene), die im Bauchfett wiederum in Östrogene umgewandelt werden. Dieses Umwandlungsverfahren wird je nach Bauchfettanteil verstärkt. Eins der vielen Gründe sein Bauchfett im Auge zu behalten.
  3. zu hoher Östrogenspiegel
    Durch die, in Punkt 2 beschriebene Umwandlung, ist nun ein viel zu hoher Östrogenspiegel vorhanden, der wiederum dazu führt, dass die LH-Ausschüttung gefördert und die FSH-Ausschüttung gehemmt wird. Also nochmal eine Steigerung der vorher schon recht bescheidenen Situation.
  4. Zu hoher Insulinspiegel
    Das ist eine ganz fiese PCOS-Ursache! Der Insulinspiegel ist zu hoch. Das heißt, der Körper möchte laufend Nahrung haben um das Insulin im Blut zu beschäftigen. Deshalb leiden wir Mädels auch so gerne an Heißhungerattacken und Gewichtszunahme. Doch je mehr man isst, desto höher wird der Insulinspiegel, weil er allein mit dem Essvorgang nochmal weiter erhöht wird und dieser Wert, der vorher schon zuviel war, immer noch zuviel bleiben wird – egal wieviel man isst! Aus diesem Grund ist die Gefahr an Diabetes zu erkranken auch so hoch.
    Eine zu hohe Insulinkonzentration fördert nun auch die Fettablagerung sowie die Bildung männlicher Hormone.

Dieses Hormonchaos führt dann zu folgenden Symptomen, die aber glücklicherweise selten alle auf einmal, oder gleich stark auftreten:

Folgende Symptome werden beobachtet:

  • Unregelmäßige oder gar keine Periode
  • weil der Eisprung ausbleibt
  • Starker Haarausfall am Haupthaar, jedoch recht starke Gesichts- und Körperbehaarung
  • Dunkle Hautbereiche
  • Vermehrte Zahl an männlichen Hormonen
  • Insulinresistanz
  • Übergewicht
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Stimmungsschwankungen
  • Akne, unreines Hautbild
  • Energielosigkeit
  • Unfruchtbarkeit, bei Schwangerschaft erhöhte Fehlgeburtgefahr
  • Psychische Probleme bis hin zur Depression
  • Langfristig erhöhte Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Nein, Spaß macht das alles sicher nicht! Und ich muss ehrlich sagen, dass auch Hormontherapien, egal in welcher Form, keinen Spaß machen.

Ich habe festgestellt, dass mir die Umstellung meiner Ernährung wesentlich mehr gebracht hat als alle medikamentösen Behandlungen vorher! Warum nicht mal den Schritt wagen und diese sanfte und gesunde Chance auf ein Leben mit weniger unangenehmen Seiten und  mit einer (vielleicht) kinderreichen Familie zu nutzen?

Gruß

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